bluecube in Klagenfurt und kidsmobil („das fahrende Hands-On Museum“) bieten derzeit ein Programm „Rund um Film und Fernsehen“ für Kinder und Jugendliche in Kärnten.
Neu im kidsmobil: „Mein Handy, Du und Ich „
Mein Handy, Du und Ich – Berufsorientierung mit dem eigenen Handy!
* Der blue cube ist ein Erlebnis-, Verstehens- und Ausstellungsort für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 – 18 Jahren. Zu wechselnden Themen werden Workshops aus verschiedenen Wissensgebieten angeboten.
* Das „kidsmobil“, das fahrende Kindermuseum, fährt an Grundschulen in Kärnten und hat fünf verschiedene Programme im Angebot. Neben moderner Kunst, einem Schulmuseum und einem Programm über die Römer in Kärnten kann nun auch ein Programm für junge Forscher und ein Modul über die Anfänge des Films gebucht werden.
Die Veranstaltung findet in Form des offenen Konferenzformates Educamp statt. Das Educamp will bereits bestehende Arbeit sichtbar machen und einen Austausch über Konzepte, Methoden und Erfahrun-gen in der Filmvermittlung und praktischen Video-arbeit anregen.
Das Educamp richtet sich an (Film- und Medien-) PädagogInnen, LehrerInnen, WissenschaftlerInnen, und VertreterInnen von Bildungseinrichtungen.
Im Zentrum stehen Fragen nach der Kontinuität und Nachhaltigkeit von Film- und Medienbildung an österreichischen Schulen, Hochschulen, Universitäten und in ausserschulischen Einrichtungen.
Wann: 10.-11.Dezember 2010
Wo: Barocke Suiten im quartier21 Museumsquartier
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Laufende Information, Programm und Anmeldung:
Kontakt: educamp (at) bikum (dot) at
ich habe zufällig hier auf www.communication4all.co.uk diese Serie von ppt-Materialien entdeckt. Es dreht sich dabei um PowerPoint-Vorlagen, um Bilderbücher herzustellen. Jede ppt-Vorlage bietet ein Hintergrundbild und verschiedene Clip Art-Teile, die man zu Bildern zusammenfügen und dann Text dazuschreiben kann. Die Idee ist, diese Bausteine als Anregung zu benutzen, um lustige Geschichten zu schreiben.
Die Vorlagen sind sicher gut geeignet für die 1. spielerische Auseinandersetzung mit der Software und der Gestaltung von multimodalen Texten am Computer 2. Zudem regt das Ganze vielleicht auf eine interessante Art und Weise zum Geschichtenschreiben bzw. „digital story telling“ an!
Ich habe die Dateien jeweils unverändert belassen, und nur den Titel ins Deutsche übersetzt, damit die Kinder schon auf Grund des Titels sich bei der Auswahl der geeigneten Vorlage orientieren können. Die komplexeste Geschichte erlaubt die Vorlage Ferienreise, denn hier gibt es verschiedene Hintergrundbilder.
Die Clip Art Bilder können in die Vorlage eingefügt, verschoben, vergrößert und verkleinert und gelöscht werden. Sehr ambitionierte Kinder könnten sogar kleine Animationen oder Soundeffekte dazufügen – da muss man sich schon recht gut mit PPT auskennen. Fortgeschrittene könnten auch Clip Art von mehreren Vorlagen kombinieren, bzw. mehrere Hintergründe verwenden. Viel Spass!
Abenteuer-Frühling/Ostern/Wiese
Der Volksschüler Ashley Price hat gerade sein erstes Buch „The Amazing Adventures of Mr Wellington Boot“ veröffentlicht. Ashley besuchte die Wroxham School in Potters Bar in Grossbrittannien, die mit der Initiative CCE (Creativity, Culture and Education) kooperiert, im letzeten Schuljahr als Schüler in der 5. Klasse (das entspricht ca. der 4.KLasse in Österreich . (siehe http://www.creativitycultureeducation.org/)
Ashley schrieb eine Reihe von Büchern im Rahmen eines Schulprojektes und seine MitschülerInnen hatten so viel Spass an seinen Geschichten, dass die Schule beschloss, die Abenteuerserie des Herrn Wellington Boot (zu Deutsch „Herr Gummistiefel“) zu veröffentlichen.
Der bekannte Kinderbuchautor Anthony Browne sagte über die Abenteuerserie: „Dieses wunderbare Buch ist ein tolles Besipiel dafür, welche Kreativität in allen Kindern steckt. Die Geschichten sind sehr fantasievoll und Ashley hat offfensichtlich enormes Talent. „This brilliant book is a wonderful example of the amazing creativity that all children possess. The stories are richly imaginative and Ashley obviously has a huge talent.“
Die Zeichentrick-Version des ersten Abenteuers von Mr Wellington Boot kann man auch online anschauen: http://vimeo.com/13483008
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Zur Ansicht als pdf herunterladen: Im Land der Gogos- von Julia Maria und Marcel
Schon längst wollte ich exemplarisch ein paar besonders gelungene Comic Arbeiten vorstellen, die im Zuge des Projektes „Medienbildung im Volksschulalter“ (MiVA) im letzten Schuljahr entstanden sind. Diese Arbeit ist von Julia, Maria und Marcel aus der 4. Klasse der VS, 1110 Wien.
Sie zeigt eine besonders geschickte und liebevolle Kombination von selbstgezeichneten Kulissen, Darstellung mit Spielfiguren, digitaler Fotografie und Bearbeitung am Computer mit Hilfe der Software ComicLife.
Die kleinen Spielzeugmonster finde ich durchaus sympathisch und so habe ich mich ein wenig über die Gogos online informiert, die nicht nur gesammelt, sondern mit denen anscheinend auch Wettspiele gespielt werden. Wie schon viele anderen Spielzeug-Phänomene – man erinnere sich an die Debatten um Pokemon – verursachen die Monster auch Kontroversen. In der FAZ wurde letztes Jahr darüber unter dem Titel Auf dem Planeten Gogo darüber geschrieben. Besonnene Pädagoginnen raten zur kreativen Integration ins Klassenzimmer. Wie man an dem Comic-Beispiel sieht, kann man dem durchaus recht geben.
„Wegen ihres Konfliktpotentials sind die Plastikmonster in einigen Schulen und Kindertagesstätten schon verboten. Julia Hendrich, Klassenlehrerin der 2c, gewinnt dem Phänomen aber auch positive Seiten ab. Das Spiel und die Figuren brächten wertvolle Erfahrungen mit sich. So könnten die Schüler lernen, selbst Lösungen für ihre Konflikte zu finden. Außerdem dienten die kleinen Monster dazu, eine Phantasiewelt aufzubauen, in der die Kinder ihre Alltagserlebnisse, ihr Glück oder Unglück verarbeiten könnten.
Obwohl Streitigkeiten manchmal eskalieren, hält es Hendrich weder für möglich noch für erstrebenswert, Gogos komplett aus dem Schulalltag zu verbannen. Besser sei es, die Figuren sinnvoll in den Unterricht einzubinden. Wie sie sagt, lernen die Schüler ihrer Klasse momentan, kurze Geschichten zu schreiben. Zur Hilfe und zum leichteren Einstieg dienten Stichwörter, die im Verlauf des Textes erscheinen sollen. Einmal habe sie „Skateboard, Flugzeug und Gogo“ als Begriffe vorgegeben. Daraus seien wunderbare Kurzgeschichten entstanden, die sich rund um die Welt der Plastikmonster rankten.
Ein Zweitklässler dachte sich Folgendes aus: „Ein Aliengogo besucht seine Verwandten auf dem Planeten Gogo. Er fliegt mit dem Flugzeug, während ihm auffällt, dass er sein Skateboard zu Hause vergessen hat. Als er endlich angekommen ist, wird er von Gangstergogos überfallen. Glücklicherweise kommen ihm die Polizeigogos zur Hilfe und befreien ihn aus der misslichen Lage. Nun endlich kann er frohen Mutes seine Familie besuchen und den Mars besichtigen.“
Comic Life ist eine einfach zu bedienende Software, mit der sich Comics gestalten lassen. Die Software läuft auf: WS XP, Vista or Mac OS X 10.3.9+ Es gibt eine kostenlose Demoversion, die man ein Monat lang ausprobieren kann. Mehr Info zu Comic Life hier:http://plasq.com
1. Einführung
Eine anschauliche Einführung in die Möglichkeiten von ComicLife findet sich in dem Screencast (online-Video) von Medienpädagogik Praxis-Podcast#2: Comics erstellen mit Comic Life
comiclife-scr.mov
2. Leitfaden
Für die, die gerne etwas Schriftliches in der Hand haben:
- Leitfaden für Comic Life auf Deutsch von Thomas Oetiker leitfaden-comiclife von hier.
- How to use Comic Life in the Classroom von Charles Thacker how-to-use-comic-life-in-the-classroom von hier.
3.Beispiele
Ein paar Beispiele vom Einsatz von Comic Life in Schulklassen:
- Chris Wegmayr aus Salzburg setzt ComicLife schon seit viele Jahren in der Schule ein. Hier ein Link zu einer Schülerzeitung, welche die Praxis-VS Salzburg inklusive Einschulung innerhalb von 6 UE erstellte: Projekt Werbung Zeitung
- Monica Edinger ist Klassenlehrerin von 4.Klassen an der Dalton School in New York City und hat schon viele Jahre Erfahrung mit Klassenblogs und Schülerblogs. Ihr eigener Blog educating alice ist auch lesenswert!
- Eines der umfassenderen Projekte, das sie mit ihren Kindern durchführt, befasst sich mit einem Kinderbuchklassiker ‘Alice in Wonderland’. Im Zuge dessen lesen die Kinder nicht nur das Buch, sondern verfassen dazu auch eine Comicfassung. Die Kinder suchen sich jeweils ihr Lieblingskapitel aus dem Buch aus, und gestalten dazu paarweise ein Comic mit ComicLife: Die Ergebnisse lassen sich hier sehen: Comic Alice (Mir gefällt bei dem Bild oben besonders die Verbindung von Zeichnung, Collage und ComicLife)

Der folgende Beitrag bietet Impulse für ein Unterrichtsprojekt zu Thema Sammelkarten. Es dient als Beispiel für multimodale Lernaktivitäten im Klassenzimmer, welche kulturelle Ressourcen aus der Alltagskultur von Kindern in den Unterricht einbeziehen. Populäre Praktiken, Narrative, Bilder und Genres aus der Populärkultur bilden “Wissenschätze,“ die in der Schule herangezogen werden können, um Kinder aus vielfätigen sozialen und kulturellen Hintergründen aktiv einzubinden, und neue Wege in des fachübergreifenden Unterichts auch in Bezug auf Medienbildung zu gehen.
Sammelkarten sind ein populärkulturelles Phänomen, welches im Gegensatz zur Begeisterung und ausdauernden Beschäftigung, welche diese bei Kindern auslösen können, bei Erwachsenen eher gerade mal geduldet, wenn nicht abgelehnt wird. Wer je einen sieben- oder achtjährigen Buben kannte, der seine Eltern damit quält, weil er ständig neue Pokémon, Yu-Gi-Oh oder Magic Karten haben möchte und im Klassenzimmer mehr mit den Karten als mit den Schulaufgaben befasst ist, der weiss, wovon ich spreche. Dieser Wikipedia Artikel über Sammelkartenspiele gibt mehr Auskunft.
Sammelkarten sind ein wenig beachtetes komplexes Mediengenre, welches Elemente von crossmedialer Medienkultur, populäre Narrative und ludische Aspekte miteinander verbindet. Wer sich einen Einblick in die Welt von Pokémon aus einer Cultural Studies Perspektive, bzw. aus der Sicht von Kindern und Erwachsenen machen möchte sollte „Gotta Catch ‘em all: Structure, Agency and Pedagogy in Children’s Media Culture“ von Buckingham and Sefton-Green Media Culture Society.2003; 25: 379-399 lesen. Und hier ein Text von Mizuko Ito zum Thema Yu-Gi-Ho: „Intertextual enterprises: Writing alternative places and meanings in the mixed media networks of Yugioh“.
Sammelkarten sind nicht nur kommerzielle Produkte, die den Kindern und Eltern erfolgreich das Geld aus der Tasche ziehen, sondern wurden und werden auch als Genreform von Privatpersonen produzert. Ein paar Beispiele:
David Gauntlett, Soziologieprofessor, derzeit an der University of Westminster, hat mit seinen „Theory Trading Cards“ ein ironisches Spiel mit dem Sammelkartengenre gespielt. Seine Sammelkarten zeigen bedeutende Figuren aus Philosophie und Wissenschaft, wie Adorno, Bourdieu oder Max Weber, also populäre Helden der anderen Art. Nicht nur das, man kann Foucault und Giddens auch als Actionfiguren bewundern.
Ein immer beliebter werdendes Phänomen sind Artist Trading Cards (ATC) – auch über diese kann man sich umfassender auf Wikipedia und vielen anderen Websiten, zB hier über ACT als Kunstform, hier über die Geschichte und hier über Techniken informieren. ATC sind handgefertigte Sammelkarten, welche zu dem Zweck angefertigt werden, gesammelt und getauscht zu werden, ohne dass dabei Geld eine wichtige Rolle spielt. Wer mehr und schönere Karten produziert, kann sich dadurch auch eine umfassende Sammlung anderer Karten zulegen.
Als drittes Beispiel möchte ich auf eine Webapplikation hinweisen, ein so genanntes Flickr-Tool, mit dem man aus Fotos mit minimalem Aufwand eigene Sammelkarten zaubern kann: Trading Card Maker von Bighugelabs. Man könnte auch Karten hier bestellen, aber es ist einfacher sie selbst zu gestalten. Ich habe mal hier eine gebastelt:
Hinweise und Ideen für Unterrichtsprojekte zu Sammelkarten auf der umfassenden Website:
ACTs in the Classroom
und zum mehr Lesen gibt es auch dieses Buch:
Trading Cards to Comic Strips. Popular Culture Texts and Literacy Learning in Grades K-8 (Taschenbuch) von Shelley Hong Xu, Rachael Sawyer Perkins, Lark O. Zunich
zuerst gepostet: August 6, 2008
Ein medienpädagogisches Projekt für die Volkschule, das mir überaus gut gefällt: Volkschulklassen in Deutschland, Slovienien und Lithuenien schicken jeweils einen Plüschbären pro Kind auf Reise in ein Gastland, und die Kinder dokumentieren online in Form von Texten und Fotos, was die Teddies auf ihrem Besuch so alles erleben. Die Kinder kommunizieren dabei via einer geschlossenen Plattform, aber auf der Seite Teddybear Project kann man sich einen Eindruck verschaffen. Die Kinder verwenden Sprache, Text, Bild, Computer und Internet zu echten gegenwärtigen Kommunikationszwecken, und nicht erst in Hinsicht auf eine ferne Zukunft, dabei lernen sie auch Englisch. Die Verschiebung des Fokus auf Teddybären gewährleistet einerseits, dass sich die Texte und Bilder auf den gelebten Alltag der Kinder beziehen und aus deren Erfahrungen schöpfen, andererseits ermöglicht dies auch, persönliche Gefühle, Gedanken und Beobachtungen auf die Bären zu projizieren und über diese in der dritten Person zu berichten. Das schafft, trotz Verankerung in der Realität, auch Raum für Fantasie und Imagination. Die Bären werden also hier zu social objects (Engestroem).
urspünglich gepostet am 4, 7. 2008
Hier ist eine kurze Literaturliste, ausgewählt für LehrerInnen, die sich ein bisschen fundierter mit diversen Medien auseinandersetzen wollen.
1. Bilderbuch: Thiele, Jens (2000) Das Bilderbuch: Ästhetik, Theorie, Analyse, Didaktik, Rezeption. Isensee.
2. Comics: Scott McCloud (2001) Comics richtig lesen. Carlsen Verlag
3. Film: James Monaco et al. (2000) Film verstehen: Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films und der Medien. Mit einer Einführung in Multimedia. Rowohlt Tb
4. Design und Typographie: William Robins (2008) Design & Typographie. Die überraschend einfachen Gesetze guten Designs. Wie Sie Seiten gestalten, die jeder gerne liest. Addison-Wesley
5. Computerspiele: Konstantin Mitgutsch und Herbert Rosenstingl (2009) Schauplatz Computerspiele. Braumüller Lesethek
Auf dem Blog Wish Jar der Designerin Keri Smith finden sich immer wieder originelle Einträge und Ideen. Hier ist eine Beschreibung eines ungewönlichen künstlerischen Schulprojektes, bzw. Guerilla Art Projektes: exercise #75 found photos Die Spielregeln sind einfach:
1. Mache ein Foto von Dir an verschiedenen Schaupätzen
2. Hänge das Foto nahe dem Ort auf, wo Du es gemacht hast.
Eine Lehrerin aus der Normadie in Frankreich setzte diese Idee mit den Kindern ihrer Schulklasse auf dem Schulgelände in die Tat um. Sie machte Fotos von den Kindern bzw. von bestimmten Ausschnitten oder Körperteilen entsprechend der Wünsche der Kinder, und diese hängten dann die Fotos an den jeweiligen Orten auf. Die ganze Schule war an der Suche nach den Bildern beteiligt, die wie eine lustige Schatzsuche oder Schnitzeljagd empfunden wurde. Keri Smith hat ein Buch The Guerilla Art Kit mit vielen weiteren Ideen veröfftenlicht. Ein paar Tipps gibt es auch auf ihrem Blogeintrag How to be a Guerilla Artist
urspünglich gepostet am Jul 4, 2008




