Ein Aufsatz von Prof. Dr. Hans-Dieter Kübler beschäftigt sich mit Medienbildung zwischen „Medienverwahrlosung“ und Informationsdidaktik. Hier findet sich auch eine kurze Beschreibung des Einflusses von Cultural Studies auf die Medienpädagogik bzw. Medienbildung.
Nicht zuletzt das Birminghamer Centre for Contemporary Culture Studies (CCCS) entdeckte die proletarische Subkultur von Jugendlichen als symbolisch erfüllte Gegen- und Oppositionswelt gegen den britischen Mainstream und ergriff mit ethnographischen Studien Partei für sie. Diese Arbeiten wurden hierzulande eifrig rezipiert und besonders in Konzepten ästhetischen Lernens (Hartwig) weitergeführt. Zugleich legten die britischen Forscher damit das Fundament für eine bis heute verfolgte Variante qualitativer Medienrezeptionsforschung, die so genannten culture studies: Medien fungieren aus ihre Sicht – knapp gesprochen – als Teil der alltäglichen Kommunikation und Verständigung, als symbolische Vermittlungen, die ihre Funktionen und damit Wirkweisen nur in diesen alltäglichen Kontexten erreichen bzw. sie aus ihnen beziehen.

