Hier ein Beitrag zur Killerspieldebatte von PulsTV, die zu Jahresende 2006 anlässlich des Überfalles auf eine Schule in Emsdetten in den Medien geführt wurde. Mehr dazu auch von Patricia Köll. Im großen und ganzen scheint zumindest aus meiner subjektiven Sicht die ganze Debatte relativ ausgewogen abgelaufen zu sein. Abgesehen von den ersten Panikmeldungen – ich errinnere mich an die erste Berichterstattung über den Vorfall im ORF, bei dem innerhalb einer Minute bereits die Verbindung von jugendlicher Gewalt zu Computerspielen als Ursache gezogen wurde – habe ich etliche recht differenzierte Beiträge in den Medien dazu gelesen. Oder bilde ich mir das nur ein? Jedenfalls scheint Michael Wagner einen ähnlichen Eindruck gehabt zu haben:
Man sagt den MedienpädagogInnen nach, dass sie meist bewahrpädagogisch agieren. Ich finde es ausgesprochen bemerkenswert, dass sich die österreichische Medienpädagogik in seltener Einigkeit eigentlich recht progressiv zum Thema geäussert hat. Dies ist keinesfalls selbstverständlich.
Seine Äußerung ist aber auch sehr bescheiden, denn sicherlich ist diese progressive Haltung in den Medien wesentlich dem Umstand zu verdanken, dass sich in Österreich etliche Wissenschafter wie Michael Wagner selbst mit dem Thema Videospiele beschäftigen, z.B. auf der Donauuni Krems und Christian Swertz, Konstantin Mitgutsch und Sabrina Schrammel an der Uni Wien, mehr dazu hier und hier und somit eine sachliche Debatte vorantreiben. Und letztlich ist es auch der Arbeit von Herbert Rosenstingl und dem BuPP zu verdanken, dass bewahrpädagogischen Aufschreien auch vernünftige Aufklärung entgegengesetzt wird.
All dies führt dazu, dass jetzt sogar im ORF ein differenzierter Beitrag zu Computerspielen und Gewalt gezeigt wurde. Eine Liste mit Videolinks zum Thema Killerspiele findet sich hier.


