MedienABC

April 28, 2007

Neue Medien in der Schule

Gespeichert unter: Satire & Humor, Web 2.0 & Social Software — sj @ 12:13

Where Do You Think You're Going, Mister!?
gefunden bei Angela Thomas

April 27, 2007

Moralisieren anstelle von qualifiziertem Unterricht

Gespeichert unter: Bewahrpädagogik, Medienpädagogik, Politik — sj @ 9:13

Es gibt zum Thema „Demokratie lernen“ derzeit eine Standard Serie – die sich anläßlich der Herabsetzung des Wahlalters auf 16 mit der Frage nach politischer Bildung beschäftigt. Die Print-Ausgabe vom Standard vom letzten Dienstag, 24.April brachte: „Eigenes Unterrichtsfach, kompetentere Lehrer – Wolfgang Sander, deutscher Politik-Didaktiker, über kompetentes Politik-Lehren und moralisierendes Ersatzlabern im STANDARD-Interview“

Viele der Punkte, die Sander hier in Bezug auf Politische Bildung anführt, gelten auch für die Medienbildung. Und gewiss kann man argumentieren, dass heute politische Bildung ohne Medienbildung gar nicht möglich ist. Hier ein paar Zitate aus dem Interview, wobei ich „Politik“ und „politisch“ durch „Medien“ oder „medial“ ersetzt habe.

Die Erfahrung in anderen Staaten zeigt, dass ein eigenes Unterrichtsfach die Qualität der Medien- Bildung deutlich verbessert, weil die Lehrer fachlich kompetenter sind.

Als allgemeine Leitidee des Faches gilt „politische Mündigkeit“. Konkreter geht man von drei Kompetenzbereichen aus, die in der Medien -Bildung entwickelt werden: (Medien-)Urteilsfähigkeit, (Medien-)Handlungsfähigkeit und methodische Fähigkeiten. Menschen sollen somit in den Stand versetzt werden, Medien -Prozesse und Ereignisse reflektiert zu beurteilen, sich politisch zu engagieren – sofern sie dies wünschen – sowie das eigene Lernen zu gestalten.

Didaktische Prinzipien sollen helfen, das komplexe Feld der Medien lernbar zu machen. Dazu gehört das exemplarische Lernen: Lehrer müssen in der Lage sein, Beispiele auszuwählen, an denen man Verallgemeinerbares über Medien - lernen kann. Zweitens das Prinzip der Problemorientierung, das den Problemgehalt medialer - Situationen erschließt. Sehr wichtig ist Schülerorientierung. Hierfür benötigen Lehrer die Fähigkeit, Schülervorstellungen angemessen zu diagnostizieren und Lernangebote so zu konzipieren, dass sie an diesen Schülervorstellungen ansetzen und diese weiterentwickeln können.

STANDARD: Sie kritisieren die „Neigung zur Moralisierung medialer Fragen“ im Medien -Unterricht. Woher kommt sie?

Sander: Dieses Problem betrifft die Medien - Bildung vor allem dort, wo Lehrer nicht hinreichend fachlich qualifiziert sind. Sie neigen dann häufig stark dazu, Medien in erster Linie unter moralischen Aspekten zu betrachten. Zwar haben Medien immer auch eine moralische Dimension, aber es gehört auch zum Medien - unterricht, Medien nach fachlichen Gesichtspunkten zu untersuchen.

Interessanter Punkt. In der Medienpädagogk läuft das Moralisieren unter „Bewahrpädagogik“. Bezieht man Sanders Argument auf Medienerziehung, heisst dass: je weniger die Lehrer/innen im Bereich Medien ausgebildet sind, desto mehr tendieren sie dazu zu moralisieren, bzw zum „moralisierenden Ersatzlabern“. Hmm. Da könnte was dran sein.

April 26, 2007

Film & Media Studies – Zahl der Schüler verdoppelt

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In Grossbritannien haben sich laut Media Ed die Zahlen der Schüler/innen und Schulabgänger/innen, die Media Studies oder Film Studies belegen, in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt. Dies zeugt von der Bedeutung und Aktualität von fundierter kultureller Medienbildung an Schulen.

Die Zahl der Schüler/innen, die im Alter von 16 Jahren die GCSE Prüfungen in Media ablegen stieg besonders in 2004-6, während AS und A2 Abschlüsse – vergleichbar mit unserer Matura – seit 2002 kontinuierlich anstiegen. Insgesamt erreichen ca 140 000 Kandidaten jährlich im Alter 14+ Qualifikationen im Bereich Film und Medien.

In Österreich wird Film- und Medienbildung als eigenes Unterrichtsfach leider noch immer nicht einmal laut angedacht. Warum eigentlich?

April 25, 2007

Unter den ersten 10 bei Netdays

Gespeichert unter: In eigener Sache, Video, Wettbewerbe — sj @ 6:31

Wie schon im Vorjahr betreute ich heuer ein Videoprojekt einer Gruppe von Schüler/innen des BG/BRG Schwechat, welches dann bei dem Medienwettbewerb Netdays Austria eingereicht wurde. Letztes Jahr schaffte es die Gruppe mit „Keine Ahnung“ unter die ersten fünf, heuer produzierte eine andere Gruppe „SMS Schule mit Störung“ und wurde wieder unter die ersten zehn Teilnehmer gereiht. Dazu ist zu sagen, dass die Teilnehmergruppe aus Anfängern bestand, und die Kids zu den jüngsten Teilnehmern des Wettbewerbs gehörten.

Auch wenn bei solchen Videoprojekten an Schulen der Prozess weitaus wichtiger ist als das Resultat, freut es natürlich, wenn die Videos beim Publikum gut ankommen und die Schülerinnen für ihren auch über den normalen Unterricht hinausgehenden Einsatz belohnt werden. Die Schülerinnen werden zur Siegerehrung nach Salzburg eingeladen. Gratuliere!

April 24, 2007

Gute Aussichten

Gespeichert unter: In eigener Sache — sj @ 8:08

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Nach einer verlängerten Osterpause melde ich mich zurück, und zwar von meinem neuen Job als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildungswissenschaften/Medienpädagogik an der Uni Wien. Das kam unerwartet und ging recht rasch, und selbstverständlich freue ich mich riesig. Ich habe das auf mindestens zwei anderen Akademikerinnenblogs gelesen – diesen Ausdruck der schieren Freude darüber, an etwas arbeiten zu können, was einem Spass macht, und noch dazu dafür bezahlt zu werden. Und das bringe ich mit: a small capacity for reason, some basic tool making skills and the use of a few simple words.
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Hier noch eine Info, die mich hoffentlich nicht gleich meine Reputation als Wissenschafterin kosten wird. Die Horoskopvorschau ausgehend von meinem ersten Arbeitstag am Institut besagt über die nächsten Monate: (Uranus Trigon Mars Transit) „Diese Zeit bietet Ihnen Gelegenheit zu kraftvollem Handeln und klarer Selbstdurchsetzung. Jetzt verbindet sich eine starke individuelle Selbstdurchsetzung mit der Fähigkeit, neue Möglichkeiten zu ersinnen, wie Sie etwas tun. Gemeinsam bringen diese beiden Tendenzen Sie dazu, Ihre Individualität wie nie zuvor auszudrücken und neues Selbstvertrauen zu gewinnen. Nach Kompromissen ist Ihnen jetzt nicht zumute, einfach, weil Sie die Notwendigkeit dafür nicht einsehen, womit Sie wohl recht haben. Ebensowenig sehen Sie eine Notwendigkeit, andere zu Ihrem Weg zu bekehren. Sie sind damit zufrieden, Ihren eigenen Weg zu gehen und allein zu arbeiten. Sie begeben sich an Ihre Arbeit und beginnen allein mit neuen Projekten, die Ausdruck Ihres Wesens und Ihrer Ziele sind. Wenn Sie bisher das Gefühl hatten, daß Sie Ihren Mitmenschen nie zeigen konnten, wer Sie sind, und daß Sie nur durch andere oder die Umstände gehemmt wurden, können Sie während dieser Zeit das Steuer selbst ergreifen und Ihr Leben nach den eigenen Wünschen gestalten.“

Now, is that cool or what?

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