MedienABC

Mai 26, 2008

Shocking! Riesenrad soll britisch werden!

Gespeichert unter: Filmvermittlung, Kurioses, Österreich — Sigrid @ 10:34
Tags: , ,

Diese Nachricht brachte mich zum Lachen, insbesondere als jemand der sein Herz auf der grünen Insel verloren hat. Dass ein Großteil unserer Medien und unsere wichtigsten Banken nicht mehr in österreichischer Hand sind, finde ich viel bedenklicher. Die Briten wissen sicherlich gut, wie sie das Riesenrad als Pächter zu betreiben und vermarkten haben. Sie haben zur vergangenen Jahrtausendwende ca. hundert Jahre nach der Errichtung des Wiener Riesenrades diese Idee sehr erfolgreich mit dem London Eye am Themseufer abgekupfert bzw. innovativ weiterentwickelt und man kann mit Fug und Recht sagen, dass auch London jetzt ein Riesenrad als Wahrzeichen hat. Es gibt hier auch noch eine weitere Verbindung zwischen Wien und London. Der Filmklassiker „Der dritte Mann“ (von Carol Reed mit Orson Welles), der in Wien und unter anderem auch auf dem Riesenrad spielt, gilt als einer der wichtigsten britischen Filme der Nachkriegszeit. „Der dritte Mann“ der am Schauplatz Wien spielt, wurde nach einer Umfrage des British Film Institute 1999 sogar zum besten britischen Film aller Zeiten gewählt! Das Wiener Riesenrad wurde durch einen britischen Film einem internationalen Publikum zum Begriff.

mehr dazu:

Der dritte Mann
Location Shots
Screenonline

Mai 9, 2008

Computerspiele im Unterricht

Vor einiger Zeit hatte ich das Vergügen an der Donauuni Krems einen Workshop mit LehrerInnen zu leiten, als Teil des vom bmukk unterstützen Projektes „Didaktische Szenarien des Digital Game Based Learning“, bei dem es darum geht, Möglichkeiten für den Einsatz von kommerziellen Computerspielen im Schulunterricht zu erforschen.
Hier ein Link zur Webseite des BG/BRG Zell am See, wo zwei engagierte LehrerInnen, Heidelinde Eder-Kaserer und Peter Wittner, das Computerspiel Zoo Tycoon 2 im Sprachunterricht (Deutsch und Englisch) einsetzen: Digital Game Based Learning 2b. Es finden sich Links zu Blogs über das Projekt, welche von den SchülerInnen selbst geführt werden z.B. mit Interviews über das Spielen von Zoo Tycoon 2. Aus dem Elternbrief, der über die Ziele des Projektes informiert:

Die vielfältigen Baufunktionen, die herausfordernden Management-Aufgaben und spannende Spielmodi sollen unsere Schüler/innen in den Bann ziehen. Sie sollen ihren eigenen Zoo zu einer Attraktion für Mensch und Tier machen! Welche Ziele verfolgen wir damit:

  • Die Schüler/innen erweitern „spielerisch“ ihre Kenntnisse bezüglich der Führung eines Zoos; sie lernen vorausschauend planen, entwickeln „wirtschaftliche“ Kompetenz.
  • Sie lernen Wissenswertes über die Tiere und deren Lebensräume.
  • Verständnis für den Naturschutz wird geweckt, da viele der Lieblingstiere auch zu den bedrohte Arten gehören.
  • Partnerarbeit vertieft soziales Lernen.
  • Sozial- und Kommunikationskompetenzen werden gesteigert.
  • Aus der Spielsituation heraus entwickeln die Schüler/innen sprachliche Kompetenz.
  • Der Schwerpunkt in Deutsch sind „Textsorten“: Projekttagebuch führen, Verfassen von Beschreibungen (z.B. Spielbeschreibung des Computerspieles, Tierbeschreibungen), Interviews, Briefe, Blogs, etc.
  • Im Fach Englisch steht die Erweiterung des Wortschatzes im Vordergrund, aber auch Beschreibungen und Interviews werden geübt.

Zoo Tycoon 2 ist – aus unserer Sicht – ein gelungenes Simulationsspiel, das Wissensvermittlung und Spielspaß ideal miteinander kombiniert.

Handy im Klassenzimmer

Noch immer triffte man bei Pädagogen auf eine eher ablehnende Haltung was die Handynutzung von insbesondere im Vorschulalter betrifft. Aber es gibt auch neue Ideen. Auf Medienpaedagogik.at wird über das Thema Handyverbot? diskutiert. In der Steiermark am FH Johanneum läuft ein Forschungsprojekt „Mobile Classroom Schultest“ mobileclassroom.at, welches sich damit beschäftigt zu erkunden, wie sich Handy sinnvoll im Unterricht einsetzen lassen. „Dabei wird das Handy in verschiedenen Bereichen genutzt, wie zum Beispiel: mobile Lerninhalte am Handy, Protokollierung (Audio und Video) von Experimenten, Abwicklung von Hausaufgaben und Kommunikation zwischen SchülerInnen und LehrerInnen.“ Zuerst habe ich in emedia darüber gelesen, z.B. über die Arbeit von Eduard Schittelkopf, der seine SchülerInnen naturwissenschafltiche Versuche mit dem Handy als Videokamera protokollieren läßt. Oder sie müssen am Ende der Unterrichtsstunde die wichtigsten Ergebnisse /Erkenntnisse kurz mündlich per Handyvideo zusammenfassen. Ein Video gibts hier:

Toneffekte

Gespeichert unter: Schulprojekt — Sigrid @ 10:11

Eine sehr nützliche open source Quelle für alle die Videos (aber auch Audios) z.B. auch in Unterrichtsprojekten machen ist soundsnap. Hier finden sich tausende Toneffekte, von Geräuschen bis zu Musikloops zum runterladen. Und natürlich kann man auch zur Community was beitragen, indem man selbst erzeugten oder aufgenommenen Ton hochlädt. Derzeigt gibt es 188 verschiedene läutende Glocken, die Pummerin fehlt aber noch.

Bullet Point

Gespeichert unter: Vortrag & Lehre — Sigrid @ 9:49

Der Titel dieser Präsentation lebt von der Doppeldeutigkeit des englischen Begriffes bullet, welcher Pistolenkugeln und als bullet point Aufzählungszeichen bedeutet. Es ist eine ausgezweichnete Einführung in die Kunst der Präsentation mit Powerpoint – die klar zeigt, dass PowerPoint am besten funktioniert, wenn man diese als visuelles Medium einsetzt und Bilder verwendet, um Ideen zu kommunizieren.

Meiner Erfahrung liegt in einer wirklich gute Präsentation sehr viel Arbeit. Einerseits muss man den Inhalt des Vortrages vorbereiten, wie bisher, andererseits muss man das Ganze noch einmal aus einer visuell-kommunikativen Perspektive durchdenken, und dann auch noch die geeigneten Bilder finden, wofür viele Stunden an Recherche draufgehen können. Leider habe ich nicht die Zeit, das für jede Lehrveranstaltung zu machen, aber für wichtige Vorträge zahlt es sich aus. Ich möchte bei einem Vortrag die Zuhörer nicht nur mit meiner ungeheuren Intelligenz und Originalität beeindrucken, sondern sie unterhalten. ;-) Und das ist nicht leicht. Ich habe immer Professoren bewundert, die bei Vorlesungen Humor und Witz gezeigt haben – bei meinem Studium an der Wiener Uni ist mir vor allem Prof. Schmidt-Dengler in guter Erinnerung – und deshalb schätze ich wahrscheinlich die britische Kultur der öffentlichen Rede, wo es nicht nur üblich ist, sondern als eine besondere Art von Brillianz gilt, wenn der Redner, sei er Politiker oder Uniprofessor, auch fähig ist, intelligente Witze zu machen. Deshalb sind dort auch Fernsehübertragungen von parlamentarischen Sitzungen im Unterhaus, ja sogar ganz normale Insitutssitzungen an der Uni unterhaltsam. Aber ich schweife ab – leider bin ich rhetorisch nicht so brilliant wie ich es gerne wäre, aber mit Hilfe einer guten Powerpoint Präsentation habe ich es auch schon geschafft, das Publikum ein, zwei Mal zum Lachen zu bringen, und dadurch zu verhindern, dass es einschläft.

Hier das Link zu einem früheren Posting und Video zu „Tod durch Powerpoint“

  • About

  • Neueste Artikel

  • Kategoriewolke

    Bewahrpädagogik Community of Practice Computerspiele Cultural Studies Filmvermittlung In eigener Sache Internet Kurioses Lehrerausbildung media education Media Education & Media Literacy media literacy Medienbildung & Medienerziehung Medienpädagogik Multimodal Literacy Onlinevideo Politik Populärkultur remix retro Satire & Humor Schulprojekt Tagung Uncategorized Universität & Forschung Unterrichtsmaterial Video Videospiele Visual Literacy Vortrag & Lehre Web 2.0 & Social Software Wettbewerbe Österreich Österreichische Medienpädagogik Blogs
  • Del.icio.us

  • Archive

  • EuroMediaLiteracy charet signatory
  • Add to Technorati Favorites
  • Bloggen Sie auf WordPress.com.