MedienABC

Juli 4, 2008

Guerilla Art Fotoprojekt

Gespeichert unter: Medienbildung & Medienerziehung, Schulprojekt — Sigrid @ 8:33

Auf dem Blog Wish Jar der Designerin Keri Smith finden sich immer wieder originelle Einträge und Ideen. Hier ist eine Beschreibung eines ungewönlichen künstlerischen Schulprojektes, bzw. Guerilla Art Projektes: exercise #75 found photos Die Spielregeln sind einfach:

1. Mache ein Foto von Dir an verschiedenen Schaupätzen
2. Hänge das Foto nahe dem Ort auf, wo Du es gemacht hast.

Eine Lehrerin aus der Normadie in Frankreich setzte diese Idee mit den Kindern ihrer Schulklasse auf dem Schulgelände in die Tat um. Sie machte Fotos von den Kindern bzw. von bestimmten Ausschnitten oder Körperteilen entsprechend der Wünsche der Kinder, und diese hängten dann die Fotos an den jeweiligen Orten auf. Die ganze Schule war an der Suche nach den Bildern beteiligt, die wie eine lustige Schatzsuche oder Schnitzeljagd empfunden wurde. Keri Smith hat ein Buch The Guerilla Art Kit mit vielen weiteren Ideen veröfftenlicht. Ein paar Tipps gibt es auch auf ihrem Blogeintrag How to be a Guerilla Artist

Teddies auf Reisen

Heute bin ich zufällig über ein medienpädagogisches Projekt gestossen, das mir überaus gut gefällt. Volkschulklassen in Deutschland, Slovienien und Lithuenien schicken jeweils einen Plüschbären pro Kind auf Reise in ein Gastland, und die Kinder dokumentieren online in Form von Texten und Fotos, was die Teddies auf ihrem Besuch so alles erleben. Die Kinder kommunizieren dabei via einer geschlossenen Plattform, aber auf der Seite Teddybear Project kann man sich einen Eindruck verschaffen. Die Kinder verwenden Sprache, Text, Bild, Computer und Internet zu echten gegenwärtigen Kommunikationszwecken, und nicht erst in Hinsicht auf eine ferne Zukunft, dabei lernen sie auch Englisch. Die Verschiebung des Fokus auf Teddybären gewährleistet einerseits, dass sich die Texte und Bilder auf den gelebten Alltag der Kinder beziehen und aus deren Erfahrungen schöpfen, andererseits ermöglicht dies auch, persönliche Gefühle, Gedanken und Beobachtungen auf die Bären zu projizieren und über diese in der dritten Person zu berichten. Das schafft, trotz Verankerung in der Realität, auch Raum für Fantasie und Imagination. Die Bären werden also hier zu social objects (Engestroem).

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