Mittwoch habe ich an einer Wiener Volksschule für einen Elternabend zum Thema „Kinder und Medien heute“ einen Vortrag gehalten. Das Thema Computerspiele kommt unweigerlich immer zur Sprache, und so habe ich, wie schon öfter, mich bemüht zu entwarnen und versucht zu vermitteln, dass aus wissenschaftlicher Perspektive keinerlei Konsens darüber besteht, dass es kausale Zusammenhänge zwischen Computerspielen und erhöhter Gewalt gibt. Dann komme ich nach Hause und höre im TV von den neuesten „Amokläufern“ in Winnenden und in den USA und natürlich dauert es keine fünf Minuten bis das Wort Killerspiele fällt. In einer Doku über Amokläufer der Vergangenheit (Erfurt, Columbine), die nach Mitternacht ausgestrahlt wird – offensichtlich wurde die schon für den nächsten Fall vorproduziert, wird dann versucht, mit bunten Magnetresonanzbildchen vom Gehirn eines Computerspielers irgendetwas zu beweisen, was aber nicht sehr überzeugend ist. Das nervt. Was sich wohl die Eltern und LehrerInnen dachten, als die nach dem Elternabend diese Nachrichten hörten? Hier ein Link zu einer Initative auf Flickr Games do not kill. Guns do.
Das ist besser.
Games do not kill. Guns do. von heckmueller Mehr bei digiom.




Hallo,
mein Elternabend hieß „Jugend im Netz“ und war fast zur selben Zeit in Kassel/D. Es ging mir wie dir…
Liebe Grüße
Jörg
Kommentar von joergruckel — Oktober 8, 2009 @ 10:23 |