MedienABC

Oktober 1, 2009

Schule im Kino

Das Filmmuseum meldet: „Das Filmmuseum ist in die neue Saison gestartet und bietet auch in diesem Jahr ein interessantes Vermittlungsprogramm für Schulklassen an. Im Vermittlungsprogramm SCHULE IM KINO können Sie mit Ihren Schulklassen zu kostenlosen zweistündigen Präsentationen zu verschiedenen Themen ins Filmmuseum kommen. Im Anhang finden Sie unseren Flyer. Informationen zum Programm und das Anmeldeformular zum Download finden Sie auf: http://www.filmmuseum.at

Im Vermittlungprogramm FOKUS FILM widmen wir uns in diesem Schuljahr dem Thema „Off-Hollywood“. Interessierte Schulklassen können ein ganzes Semester lang an diesem Themenschwerpunkt teilnehmen und sich intensiver mit einem Kino abseits des Hollywood-Mainstreams beschäftigen. Die Ausschreibung zum „Fokus: Off-Hollywood“ finden Sie auf http://www.filmmuseum.a
Wir empfehlen Ihnen eine rasche Anmeldung, da gewisse Programme oft schnell ausgebucht sind.“

Film trifft Schule – Fortbildungsseminar

* filmABC veranstaltet das Fortbildungs-Seminar für LehrerInnen „Film trifft Schule.“

Programm: Im Rahmen des zweitägigen Seminars werden ReferentInnen aus Deutschland und Österreich Unterrichtskonzepte und filmdidaktische Impulse für einen kreativen Unterricht vorstellen. Anmeldung bis 09.10.2009.

Das Seminar ist kostenfrei, Fahrt- und Nächtigungskosten müssen von den TeilnehmerInnen selbst übernommen werden. Das Seminar wird als Lehrerfortbildung anerkannt und durch die PH Wien zertifiziert.

Zeit: 15.10.2009, 09.30 – 17.30 Uhr und am 16.10.2009, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien.

http://www.filmabc.at

Mai 26, 2008

Shocking! Riesenrad soll britisch werden!

Gespeichert unter: Filmvermittlung, Kurioses, Österreich — Sigrid @ 10:34
Tags: , ,

Diese Nachricht brachte mich zum Lachen, insbesondere als jemand der sein Herz auf der grünen Insel verloren hat. Dass ein Großteil unserer Medien und unsere wichtigsten Banken nicht mehr in österreichischer Hand sind, finde ich viel bedenklicher. Die Briten wissen sicherlich gut, wie sie das Riesenrad als Pächter zu betreiben und vermarkten haben. Sie haben zur vergangenen Jahrtausendwende ca. hundert Jahre nach der Errichtung des Wiener Riesenrades diese Idee sehr erfolgreich mit dem London Eye am Themseufer abgekupfert bzw. innovativ weiterentwickelt und man kann mit Fug und Recht sagen, dass auch London jetzt ein Riesenrad als Wahrzeichen hat. Es gibt hier auch noch eine weitere Verbindung zwischen Wien und London. Der Filmklassiker „Der dritte Mann“ (von Carol Reed mit Orson Welles), der in Wien und unter anderem auch auf dem Riesenrad spielt, gilt als einer der wichtigsten britischen Filme der Nachkriegszeit. „Der dritte Mann“ der am Schauplatz Wien spielt, wurde nach einer Umfrage des British Film Institute 1999 sogar zum besten britischen Film aller Zeiten gewählt! Das Wiener Riesenrad wurde durch einen britischen Film einem internationalen Publikum zum Begriff.

mehr dazu:

Der dritte Mann
Location Shots
Screenonline

September 27, 2007

„Schule im Kino – Kino als Schule“

Gespeichert unter: Filmvermittlung — Sigrid @ 5:58

Das Wiener Filmmuseum lädt wieder zur Filmvermittlung-Veranstaltungsreihe „Schule im Kino – Kino als Schule“ zwischen November 2007 und Jänner 2008 für LehrerInnen und Schulklassen. Neben den bereits bekannten Veranstaltungen „Das Abenteuer Film“, „Propaganda und Gegenpropaganda“, „Film und Fiktion“, „Film und Wirklichkeit“ und „Film und Kunst“ ist erstmals auch eine Film-Lectures zum Thema Stummfilm/Filmmusik: „From Silence to Sound“ im Programm.

Die Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt statt!
Informationen unter: Telefon: +43/1/533 70 54
E-Mail: office(at)filmmuseum(dot)at
schriftliche Anmeldung unter: Fax: +43/1/533 70 56-25 oder per Post

Mehr Info hier: Filmmuseum Filmvermittlung 

Juni 2, 2007

Cineclub – the young filmmakers network

cineclub manifesto

Auf einem anderen interessanten Konzept als das des Medienprojekt Wuppertal basiert der Cineclub in South London.

In Wuppertal steht die ausserschulische Projektarbeit mit Jugendlichen im Vordergrund, wobei die Produkte, also die produzierten Filme unter anderem durch die Beschäftigung mit pädagogisch relevanten Themen wie Politische Bildung, Gewaltprävention, Sexualpädagogik, Suchtprävention, geschlechtsspezifische Arbeit vielleicht auch an der einen oder andern Schule gezeigt werden.

Im Cineclub wird eine direkte Zusammenarbeit mit Schulen angestrebt. Innerhalb eines Semesters bzw Schuljahres werden von professionellen Filmemachern zwei Projekte gemeinsam mit SchülerInnen und LehrerInnen durchgeführt, mit der Absicht die LehrerInnen so auszubilden, dass sie diese Arbeit dann ohne Zusatzhilfe weitermachen können. (Der Cineclub bietet für Interessierte auch weiterführende „Masterclasses“ und Summer Schools an). Die anschliessende Cineclub- Mitgliedschaft unterstützt die Entstehung eines peer-to-peer Netzwerkes.

Auch hier ein wirklich gut durchdachtes Konzept. Vor allem gefällt mir das Cineclub Manifesto: zu dem sich die Teilnehmer verpflichten. Angelehnt an das Dogme95 Manifesto (Lars va Trier ist übrigens auch Schutzpatron des Cineclub) beruht es auf dem Gedanken, dass unter Beschränkungen, die durchaus auch selbst auferlegt sein können, viel kreative Energie freigesetzt werden kann. Ein Credo, an dass ich selbst glaube. Ich habe selbst auch schon in Videoproduktionsklassen das Dogme- Manifest thematisiert.

Das Cineclub Manifesto ist auch clever, weil es Probleme der pädagogischen Praxis anspricht: wie mache ich es, dass wirklich alle im Team mitmachen und sich einbringen und sich nicht ein paar schüchterne oder träge SchülerInnen von den aktiven oder dominanteren einfach nur mittragen lassen. Auch Punkt 5 ist interessant, setzt er doch voraus, dass sich die SchülerInnen auf bestimmte Weise mit der Ästhetik und Geschichte des Films, innerhalb derer sie ja auch operieren, bewusst auseinandersetzen.

Mai 28, 2007

Nicht die Technologie, sondern die Inhalte bestimmen das Ergebnis.

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cartoon von www.gapingvoid.com

In vielen Ländern gab und gibt es breite regierungsgestützte Intitiativen, die die Einführung von Computern in Schulen und Klassenzimmern inklusive Internetzugang sowie die Aus-und Fortbildung von LehrerInnen vorantreiben, so natürlich auch in Österreich. Die Einführung von Computern im Klassenzimmer führt jedoch nicht automatisch zu besseren Lernergebnissen – dies ist die Erkenntnis, zu der etliche vom EPPI – Centre in London durchgeführten Vergleichsstudien kamen. Das vielleicht nicht so ganz überraschende Ergebnis: LehrerInnen sind wichtiger als Technologie. Die Wirkung und Resultate bezüglich IKT und Literalität (Sprache/Lesen/Schreiben/Literatur) hängen von den Ideologien, Wertvorstellungen und Methoden ab, die die LehrerInnen einbringen. Well, duh!

Interessant aber ist eine Vergleichsstudie, die sich mit der Beschäftigung und der Produktion von Moving Image Text im Klassenzimmer, also mit Film- und Medienbildung im weiteren Sinn im Unterricht beschäftigt. Diese Film- und Medienbildung beruht auf einem erweiterten Begriff dessen, was „Lesen/Schreiben“ eigentlich ausmacht und bezieht sich explizit auf populär-kulturelle Praktiken und die Anwendung digitaler Medien auch ausserhalb der Schule.

Etliche Studien fanden, dass der Unterricht, in dem ein Zusammenhang zwischen media literacy und den Medienerfahrungen und Interessen junger Menschen hergestellt wird, höhere Motivation und mehr Qualität in der Arbeit hervorbrachte. Die Auseinandersetzung mit audiovisuellen Medien führte zu positiven Ergebnissen in Hinblick auf eine breit definierte Literalität - ein „Lesen/Schreiben/Sprechen/Verstehen“, welches multimodale Kommunkation (multimodal literacy) mit einschliesst.

Multimodal literacy ist ein Begriff, der in angelsächsischen Ländern sowohl in der Forschung, aber auch in der pädagogischen Anwendung, zum Beispiel in Lehrplänen, Empfehlungen und Richtlinien bereits Eingang gefunden hat. Die social semiotic theories of multimodal communication, die Theorie der Multimodalen Kommunikation, so der EPPI-Report, bietet nützliche Werkzeuge, um Lernprozesse im Zusammenhang mit audiovisuellen Medien zu untersuchen und verstehen.

(mehr…)

Filmbildung für LehrerInnen

Das Österreichische Filmmuseum in Wien bietet vom Montag, 2. Juli, bis Mittwoch, 4. Juli 2007 zum ersten mal eine Summer School, ein 3-tägiges Filmseminar für LehrerInnen.

Von Lehrkräften wird immer stärker Kompetenz in Medien-/Filmpädagogik erwartet. In den Bildungs-Agenden wird dabei zu oft die Grundlage für eine sinnvolle Filmvermittlung übersehen: das differenzierte Sehen.

Das Österreichische Filmmuseum ist eine „Schule des Sehens“. Unsere Filmvermittlung besteht nicht alleine aus der bloßen Präsentation relevanter Positionen der Filmgeschichte, sondern auch aus der Vermittlung einer differenzierten Wahrnehmung und Identifizierung möglicher Lesarten eines filmischen Werkes: Was ist Film – Material, Dokument, Kunstform? Wie ist er einsetzbar? Welche Lesarten brachte er und bringt er hervor?

„Der Film ist die wichtigste Kunstgattung seit 1895.“ Und: „Der Film ist das wichtigste zeitgeschichtliche Dokument seit 1895.“ – mit diesen beiden Sätzen skizzierten die Filmmuseums-Gründer 1967 die Eckpunkte des Hauses. Entlang dieser beiden Pole orientiert sich auch die Summer School für LehrerInnen, auch wenn sich dabei Fragestellungen, Betrachtungsweisen und Erfahrungswelten entfalten, die nicht eindeutig zuordenbar sind. Film ist immer Kunst, und kann gleichzeitig auch immer Dokument sein; und umgekehrt.

Zielgruppen sind alle Lehrkräfte, die sich im Unterricht mit dem Thema Film auseinander setzen oder diesen für den Unterricht einsetzen möchten.

April 26, 2007

Film & Media Studies – Zahl der Schüler verdoppelt

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In Grossbritannien haben sich laut Media Ed die Zahlen der Schüler/innen und Schulabgänger/innen, die Media Studies oder Film Studies belegen, in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt. Dies zeugt von der Bedeutung und Aktualität von fundierter kultureller Medienbildung an Schulen.

Die Zahl der Schüler/innen, die im Alter von 16 Jahren die GCSE Prüfungen in Media ablegen stieg besonders in 2004-6, während AS und A2 Abschlüsse – vergleichbar mit unserer Matura – seit 2002 kontinuierlich anstiegen. Insgesamt erreichen ca 140 000 Kandidaten jährlich im Alter 14+ Qualifikationen im Bereich Film und Medien.

In Österreich wird Film- und Medienbildung als eigenes Unterrichtsfach leider noch immer nicht einmal laut angedacht. Warum eigentlich?

März 16, 2007

Film Quiz

Gespeichert unter: Filmvermittlung — sj @ 12:02

channel four film quiz
Ein Film Quiz für Cineasten. Die Fragen sind gar nicht so leicht, obwohl man eigentlich nur Standbilder den richtigen Filme zuordnen muss. Die Filme sind sowohl aus dem Mainstream als auch Filmklassiker. Die besondere Herausforderung: Man kann immer weiter spielen, und dabei Punkte sammeln, wie bei einem Computerspiel, um immer höhere Punktezahlen zu erreichen. Name that Film Quiz

Oktober 28, 2005

Filmkanon für Kinder

Gespeichert unter: Filmvermittlung, Medienpädagogik — sj @ 9:48
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Auch in Deutschland hat man eine Filmkanon für Kinder erstellt, einzusehen auf der übrigens augezeichneten Website Mediaculture-Online

Aus dem Text: „Ein Filmkanon aus 35 Filmen soll Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Inhalten sowie der besonderen Ästhetik des Mediums vertraut machen und damit „Filmkompetenz“ vermitteln. Auf Initiative der Bundeszentrale für politische Bildung hat eine 19-köpfige Expertenkommission den Kanon zusammengestellt. Zu der Kommission gehörten Regisseure wie Tom Tykwer oder Volker Schlöndorff und weitere namhafte Filmwissenschaftler, Produzentinnen und Medienpädagogen.

Natürlich löste der Filmkanon auch Kritik aus: Wurden zu viele gut „abgehangene“ Klassiker gewählt? Warum ist keine einzige Regisseurin vertreten? Macht es prinzipiell Sinn, mit Filmkanon(en) auf ABC-Schützen zu „schießen“? Die Bundeszentrale für politische Bildung hat auf ihrer Internetseite ein Forum eingerichtet und zur Diskussion eingeladen.

So oder so sorgt der Filmkanon dafür, das Medium Film in den Blickpunkt zu rücken. Auch Mediaculture-Online hat die Anregung aufgegriffen und Informationen gesammelt, die verdeutlichen, worin die besondere Bedeutung der jeweiligen Filme liegt. Außerdem haben wir in den Containern rechts Handouts und Texte zusammengestellt, die zur Auseinandersetzung mit dem Thema Film anregen können.“

Hans-Dieter Kübler äußert sich dazu folgendermassen: „Wenn die Bundeszentrale für politische Bildung, zusammen mit 19 Filmexperten und mit Unterstützung der Kulturstaatsministerin, auf einem pompösen Kongress in Berlin mit dem Titel „Kino macht Schule“ im März 2003 einen „obligatorischen Filmkanon“, ein so genanntes „Kerncurriculum“ von insgesamt 35 Spielfilmen, die nun in der Schule behandelt werden sollen, anempfiehlt, dann fühlt man sich zum einen in die Filmerziehung der 50er Jahre zurückversetzt, wo Kindern und Jugendlichen mit dem damals als ‚gut’ erachteten Film die Fähigkeit des Hinaufschauens beigebracht und ihre zaghaften, aus heutiger Sicht harmlosen Neigungen für Western und Sexfilmen vergällt werden sollten. Zum anderen wird eine als überholt gedachte Kanon-Diskussion wieder zum Leben erweckt, wie sie etwa in der Literatur und Kunst längst ad acta gelegt worden ist. Nichts gegen eine verstärkte, auch systematische Schule des Sehens, aber doch nicht mit einem kanonischen Pensum!“

Nichts desto trotz, wenn man solche Kanons wie auch alle möglichen anderen „best of“ Listen nicht ganz so erst nimmt, muss man sagen, dass die Veröffentlichung so eines Kanons wengsten in den Medien anständig und damit meine ich auch durchaus kontrovers diskutiert wird, und dadurch auch die Medienpädagogik ins Blickfeld kommt.

Wenn’s jetzt bald einen österreichischen Kanon gibt, wisst Ihr, Ihr habt es hier zuerst gelesen.

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