
cartoon von www.gapingvoid.com
In vielen Ländern gab und gibt es breite regierungsgestützte Intitiativen, die die Einführung von Computern in Schulen und Klassenzimmern inklusive Internetzugang sowie die Aus-und Fortbildung von LehrerInnen vorantreiben, so natürlich auch in Österreich. Die Einführung von Computern im Klassenzimmer führt jedoch nicht automatisch zu besseren Lernergebnissen – dies ist die Erkenntnis, zu der etliche vom EPPI – Centre in London durchgeführten Vergleichsstudien kamen. Das vielleicht nicht so ganz überraschende Ergebnis: LehrerInnen sind wichtiger als Technologie. Die Wirkung und Resultate bezüglich IKT und Literalität (Sprache/Lesen/Schreiben/Literatur) hängen von den Ideologien, Wertvorstellungen und Methoden ab, die die LehrerInnen einbringen. Well, duh!
Interessant aber ist eine Vergleichsstudie, die sich mit der Beschäftigung und der Produktion von Moving Image Text im Klassenzimmer, also mit Film- und Medienbildung im weiteren Sinn im Unterricht beschäftigt. Diese Film- und Medienbildung beruht auf einem erweiterten Begriff dessen, was „Lesen/Schreiben“ eigentlich ausmacht und bezieht sich explizit auf populär-kulturelle Praktiken und die Anwendung digitaler Medien auch ausserhalb der Schule.
Etliche Studien fanden, dass der Unterricht, in dem ein Zusammenhang zwischen media literacy und den Medienerfahrungen und Interessen junger Menschen hergestellt wird, höhere Motivation und mehr Qualität in der Arbeit hervorbrachte. Die Auseinandersetzung mit audiovisuellen Medien führte zu positiven Ergebnissen in Hinblick auf eine breit definierte Literalität - ein „Lesen/Schreiben/Sprechen/Verstehen“, welches multimodale Kommunkation (multimodal literacy) mit einschliesst.
Multimodal literacy ist ein Begriff, der in angelsächsischen Ländern sowohl in der Forschung, aber auch in der pädagogischen Anwendung, zum Beispiel in Lehrplänen, Empfehlungen und Richtlinien bereits Eingang gefunden hat. Die social semiotic theories of multimodal communication, die Theorie der Multimodalen Kommunikation, so der EPPI-Report, bietet nützliche Werkzeuge, um Lernprozesse im Zusammenhang mit audiovisuellen Medien zu untersuchen und verstehen.
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