MedienABC

November 11, 2008

YouTube

Viele Leute kennen sie ja schon, die YouTube-Produktionen von Prof. Michael Wesch und seinen Studentinnen, immerhin gehören einige zu den meistgesehenen und -diskutierten Viral Videos im Netz.

Hier noch einmal: A Vision of Students today und der Klassiker über das Web 2.0: The Machine is Us/ing Us. Unlängst habe ich auch diese „Anthropologische Einführung in YouTube“ (An anthropological introduction to YouTube) angeschaut. Das Video ist ca. eine Stunde lang und bietet einen hervorragenden und faszinierenden Einblick in die soziale und kulturelle Welt von YouTube.

Vision of Students Today

An anthropological introduction to YouTube

The Machine is Us/ing Us (Final Version)

Mai 9, 2008

Handy im Klassenzimmer

Noch immer triffte man bei Pädagogen auf eine eher ablehnende Haltung was die Handynutzung von insbesondere im Vorschulalter betrifft. Aber es gibt auch neue Ideen. Auf Medienpaedagogik.at wird über das Thema Handyverbot? diskutiert. In der Steiermark am FH Johanneum läuft ein Forschungsprojekt „Mobile Classroom Schultest“ mobileclassroom.at, welches sich damit beschäftigt zu erkunden, wie sich Handy sinnvoll im Unterricht einsetzen lassen. „Dabei wird das Handy in verschiedenen Bereichen genutzt, wie zum Beispiel: mobile Lerninhalte am Handy, Protokollierung (Audio und Video) von Experimenten, Abwicklung von Hausaufgaben und Kommunikation zwischen SchülerInnen und LehrerInnen.“ Zuerst habe ich in emedia darüber gelesen, z.B. über die Arbeit von Eduard Schittelkopf, der seine SchülerInnen naturwissenschafltiche Versuche mit dem Handy als Videokamera protokollieren läßt. Oder sie müssen am Ende der Unterrichtsstunde die wichtigsten Ergebnisse /Erkenntnisse kurz mündlich per Handyvideo zusammenfassen. Ein Video gibts hier:

November 17, 2007

Medienkunstschule

Günther Mik ist Volksschullehrer und leitet das Projekt Medienkunstschule im MUMOK. Einmal pro Woche produziert er mit einer Gruppe von 6-11 Jährigen „Medienkunst“ – Reaktionen auf laufende Ausstellungen oder Neuinterpretationen von Videos bekannte Videokünstler, und dabei entstehen poetische und manchmal geheimnisvolle Videos, die man auf www.youtube.com/medienkunstschule anschauen kann. Die Kinder erforschen spielerisch und suchend Raum, Körper und Bewegung und machen dabei erste Erfahrungen im kreativen Schaffensprozess in der Arbeit mit Video.

Oktober 11, 2007

Dove

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Ich habe über das Dove Video hier schon gebloggt, und auch Info auf MedienABC Info für den möglichen Einsatz im Unterricht zusammengestellt – ich würde gerne dazu noch viel mehr schreiben, bin aber noch nicht dazu gekommen.

Nur berichtet Danah Boyd hier über ihre eigene Rolle bei diesem Phänomen. Sie schreibt, dass sie selbst zur viralen Verbreitung beitrug, indem sie das ursprüngliche Flash Video in YouTube verträglichen Format auf YouTube und anderen Videosharing Sites hochlud, darüber bloggte, und auch sonst unter Freunden verbreitete. All das sind „Fan Aktivitäten“, die eigentlich an der Grenze zur Legalität angesiedelt sind, aber auch zur Überraschung von Unilever zu dem enormen Erfolg der Kampagne beitrugen. Ich finde das faszinierend, wie durch die aktive Beiteiligung von vielen Nutzern im Web Ideen Verbreitung finden, die hier zugleich auch ironischerweise zu einem Marktingerfolg wurden.

September 29, 2007

TeacherTube – Copperella – Digitale Geschichten

Gespeichert unter: Internet, Onlinevideo — sj @ 12:07
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TeacherTube ist ähnlich wie YouTube eine Plattform, auf der Videos z.B. zu Lerninhalten veröffentlicht werden können. Oder auch die Arbeiten von Kindern. Hier zum Beispiel die digitale Geschichte der Erstklässlerin Ariana.

September 15, 2007

Die Macht des Lehrers

Gespeichert unter: Lehrerausbildung, Onlinevideo, Satire & Humor — Sigrid @ 4:46
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In dieser netten kurzen Ansprache spricht Jason Ohler über die Macht von Lehrern – Menschenleben zu verändern. Nach einem harten Tag, wenn die Motivation verloren gegangen ist, sollte man sich als Pädagoge oder Pädagogin diese 5 Minuten anschauen.

September 9, 2007

Digital Heroes

digital-heroes.jpg

Auf MTV lief letzte Woche eine Dokumentation über Videospiele. Interessant für alle, die einen Einblick in die Faszination, die digitale Spiele ausüben, und die Geschichte der populärsten Helden, Antihelden und Bösewichte gewinnen wollen. Ermöglicht ansatzweise zu verstehen, womit die Kids eigentlich so viel Zeit verbringen und warum sie so viel Spass daran haben. Also ist diese Dokumentation eigentlich Pflicht für alle Eltern und LehrerInnen. Online kann man sie sich derzeit unter MTV >Channels>Games>AAA Videogames Digital Heroes noch ansehen. Unter anderen spricht auch Medienwissenschaftler Mathias Mertens, Co-Autor der Kulturgeschichte von Computerspielen: Wir waren Space Invaders.

März 25, 2007

Visual Literacy einmal anders

Gespeichert unter: Medienpädagogik, Onlinevideo, Visual Literacy — sj @ 7:27

Der Kurzfilm „Copy goes here“ von Coudal rollt das Thema visual literacy von der anderen Seite auf, indem er die Frage stellt, was wäre, wenn wir zwar visually literate aber sonst Analphabeten wären. Tatsache ist ja, dass wir umgekehrt in den Schulen zwar alphabetisiert werden, aber visuelle Kompetenzen, vor allem als Mittel der Kommunikation, kaum gefördert werden.

Zum Verständnis ist vielleicht anzumerken, dass das englische copy im Zusammenhang mit Werbung, Marketing oder Journalismus einfach „Text“ bedeutet. Ein copywriter ist ein Texter.

März 19, 2007

Antwort auf Adorno

Schaut man sich diesen Clip an, fällte es nicht schwer zu verstehen, warum Adorno von manchen quasi als ein Grossvater der Bewahrpädagogik gesehen wird. Die elitäre Haltung Adornos und anderer Vertreter der Frankfurter Schule gegenüber Populärkultur bzw. „Massenkultur“, hier konkret „Unterhaltungsmusik“, und deren nachhaltiger Einfluss auf das (deutschsprachige) Bildungsbürgertum, ist wohl einer der Gründe warum die Medienpädagogik, bzw Bewahrpädagogik mittlerweile in eine veritable Sackgasse geraten ist, oder … ahem, sich den eigenen Ast abgesägt hat. Denn die gesellschaftlichen Veränderungen und die Entwicklungen, vorangetrieben durch die digitalen Medien und das Internet, haben diese Positionen längst überholt.

Und jetzt setzt sich das Volk bzw. „Massenpublikum“ via Web 2.0 zur Wehr.

Man darf sich zurecht fragen, warum stellt jemand ausgerechnet diesen Adorno-Clip unkommentiert ins wild-wachsende YouTube-Netz? Es ist anzunehmen, dass hier jemand eine Diskussion, sei es im Postingforum, oder sogar in Form einer Video-Response provozieren wollte.

In einem anderen Forum, dem Volkslexikon Wikipedia steht unter „Kritik“ an der Frankfurter Schule: Die intellektuelle Perspektive der Frankfurter Schule sei in Wirklichkeit eine romantische, elitäre Kritik der Massenkultur im neomarxistischen Gewand: Was die Theoretiker wirklich ärgere, sei nicht die soziale Unterdrückung, sondern die Tatsache, dass die Massen Ian Fleming und den Beatles gegenüber Samuel Beckett und Anton Webern den Vorzug geben. Aus marxistischer Sicht wird kritisiert, dass die Kritische Theorie selber eine Form des bürgerlichen Idealismus darstelle, die keine inhärente Beziehung zur politischen Praxis habe und von jeder revolutionären Bewegung isoliert sei. Georg Lukács pointierte diese Kritik mit seiner Metapher, die Mitglieder der Frankfurter Schule lebten in einem „Grand Hotel Abgrund“, von dessen Terrasse aus sie bei einem Aperitif das Elend der Welt betrachteten.

Wenn Adorno Joan Baezs Protestsongs als unerträglich schnulzenhaft empfand, was dachte er dann wohl über ihr Oh Lord, won’t you buy me a Mercedes Benz? Dem kleinen pointierten Foto-Beitrag von Barbara Klemm nach wirkt er eher lustfeindlich, oder hatte er einfach keinen Sinn für Humor?

Eine interessante Anwort auf Adorno findet sich indes auf YouTube (Die Schlümpfe fressen Adorno):

Der Autor adornoschlumpf nimmt sich ein Adorno-Zitat vor und vereinnahmt zudem ein Versatzstück der Populärkultur (über das Adorno wohl auch die Nase gerümpft hätte, gehören doch Zeichentrickfilme für Kinder zu den verachtetsten Fernsehgenres überhaupt) und das sicherlich, ohne sich die „Rechte“ für den Film eingeholt zu haben. Er legt dem Brillen-Schlumpf das Zitat in den Mund, worauf ihm der Ast abgesägt wird. Der Autor kreiert dadurch seinen eigenen zweifach subversiven Text, schafft eine neue Bedeutung, die sowohl die intellektuelle als auch die populäre Position unterwandert. Siehe auch remix culture und remix culture und textual poaching. Der Autor dieses Videos ist laut eigener Angabe 16 Jahre alt und kommt aus Österreich. Wenn das stimmt, stellt sich die Frage: Wo hat dieser junge Mann (diese junge Frau) so zu denken und sich multimodal auszudrücken gelernt? Wahrscheinlich nicht in der Regelschule.

Eine poetische Antwort auf Adorno findet sich indes in diesem Kurzfilm adorno neden delirdi von Mert Bilek, 21, aus der Türkei.

März 14, 2007

Gewalt in Videospielen

Gespeichert unter: Bewahrpädagogik, Onlinevideo, Populärkultur, Videospiele — sj @ 2:52

Hier ein Beitrag zur Killerspieldebatte von PulsTV, die zu Jahresende 2006 anlässlich des Überfalles auf eine Schule in Emsdetten in den Medien geführt wurde. Mehr dazu auch von Patricia Köll. Im großen und ganzen scheint zumindest aus meiner subjektiven Sicht die ganze Debatte relativ ausgewogen abgelaufen zu sein. Abgesehen von den ersten Panikmeldungen – ich errinnere mich an die erste Berichterstattung über den Vorfall im ORF, bei dem innerhalb einer Minute bereits die Verbindung von jugendlicher Gewalt zu Computerspielen als Ursache gezogen wurde – habe ich etliche recht differenzierte Beiträge in den Medien dazu gelesen. Oder bilde ich mir das nur ein? Jedenfalls scheint Michael Wagner einen ähnlichen Eindruck gehabt zu haben:

Man sagt den MedienpädagogInnen nach, dass sie meist bewahrpädagogisch agieren. Ich finde es ausgesprochen bemerkenswert, dass sich die österreichische Medienpädagogik in seltener Einigkeit eigentlich recht progressiv zum Thema geäussert hat. Dies ist keinesfalls selbstverständlich.

Seine Äußerung ist aber auch sehr bescheiden, denn sicherlich ist diese progressive Haltung in den Medien wesentlich dem Umstand zu verdanken, dass sich in Österreich etliche Wissenschafter wie Michael Wagner selbst mit dem Thema Videospiele beschäftigen, z.B. auf der Donauuni Krems und Christian Swertz, Konstantin Mitgutsch und Sabrina Schrammel an der Uni Wien, mehr dazu hier und hier und somit eine sachliche Debatte vorantreiben. Und letztlich ist es auch der Arbeit von Herbert Rosenstingl und dem BuPP zu verdanken, dass bewahrpädagogischen Aufschreien auch vernünftige Aufklärung entgegengesetzt wird.

All dies führt dazu, dass jetzt sogar im ORF ein differenzierter Beitrag zu Computerspielen und Gewalt gezeigt wurde. Eine Liste mit Videolinks zum Thema Killerspiele findet sich hier.

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