MedienABC

Oktober 6, 2009

Medienimpulse neu

Die von bmuk herausgegebene Zeitschrift zur Medienpädagogik „Medienimpulse“ wird ab jetzt online weitergeführt. Es finden sich Beiträge zur Forschung und Praxis von Medienpädagogik.

http://www.medienimpulse.at/

Oktober 2, 2009

Computerspiele verstehen!

von diversen Pressemeldungen: Während sich immer mehr junge Spieler und Spielerinnen in scheinbar unkontrollierbar bunten virtuellen Welten tummeln, fehlt vielen Erwachsenen, die ihnen über die Schulter schauen, jeglicher Zugang zu dieser Welt.

Interessierten Eltern und PädagogInnen eröffnen die Medienpädagogen Konstantin Mitgutsch (Universität Wien) und Herbert Rosenstingl (BuPP) im Rahmen der Buchpräsentation „Schauplatz Computerspiele. Erklärende Einblicke in den Schauplatz der Computerspiele“ (Lesethek Verlag) einen informativen und praktischen Zugang zur digitalen Spielwelt unserer Jugend. Sie bieten Orientierungshilfen, zeigen auf, worin die große Faszination, eventuelle Gefahren oder sogar förderliche Aspekte des digitalen Spielens liegen und wie man diesen am besten begegnet. Im Anschluss an die Präsentation ist ausreichend Zeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Zeit: Di, 6.10., 18:00
Ort: wienXtra-kinderinfo 7., Museumsplatz 1 – MuseumsQuartier/Hof 2 U2: Museumsquartier
Infos unter: Tel: 01/4000-83424 Eintritt gratis

Oktober 1, 2009

Film trifft Schule – Fortbildungsseminar

* filmABC veranstaltet das Fortbildungs-Seminar für LehrerInnen „Film trifft Schule.“

Programm: Im Rahmen des zweitägigen Seminars werden ReferentInnen aus Deutschland und Österreich Unterrichtskonzepte und filmdidaktische Impulse für einen kreativen Unterricht vorstellen. Anmeldung bis 09.10.2009.

Das Seminar ist kostenfrei, Fahrt- und Nächtigungskosten müssen von den TeilnehmerInnen selbst übernommen werden. Das Seminar wird als Lehrerfortbildung anerkannt und durch die PH Wien zertifiziert.

Zeit: 15.10.2009, 09.30 – 17.30 Uhr und am 16.10.2009, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien.

http://www.filmabc.at

August 29, 2008

Neue Kulturtechnik

Ganz aktuell ein guter Beitrag im Standard unter dem Titel Das fehlende Notebook. Helmut Spudich argumentiert, dass Digital Literacy bzw. umfassende Computerkompetenzen als wichtigste Kulturtechnik seit Gutenberg schon ab der ersten Schulklasse vermittelt werden sollte. Ich zitiere aus dem Standard:

Übrigens wird der nächste Pisa-Test, dessen für Österreich meist mittelmäßigen Ergebnisse gern mit ritueller Selbstzerknirschung begleitet werden, einen eigenen Teil für „Digital Literacy“ umfassen – also die digitalen Lern- und Schreibkenntnisse der Schüler testen. Früh übt sich, wer hier gut abschneiden will.

Natürlich geht es nicht darum, bei OECD-Test-ergebnissen zu glänzen. Es geht darum, dass die Schule die wichtigste Kulturtechnik seit Gutenbergs Buchdrucktechnik und der industriellen (und damit billigen) Produktion von Papier und Schreibzeug weitgehend ignoriert. Mein üblicher Zusatz: Gemeint ist die Schule als System, nicht gemeint sind gute Initiativen einzelner Schulen, Klassen, Lehrerinnen und Lehrer. Ein oder zwei Computer pro Klasse oder ein Computerraum pro Schule: Das wäre so wie ein paar Bücher pro Klasse oder eine Handbibliothek für alle Kinder, und geschrieben wird nur im „Schreibsaal“.

Ich würde dazu anmerken, dass diese neue „Literacy“ Medienbildung in umfassendem Sinn einschliessen sollte. (auch Umgang mit Photographie, Film, Video sind wichtige neue Kulturtechniken – praktisch ist, dass diese mittlerweile auch via digitaler Technologie ausgeübt werden können – d.h. dass der Computer als Werkzeug ergänzt durch weitere Geräte wie Kameras, Audio-Aufnahmegeräte, Scanner usw. das zentrae Gerät bleibt.) 

Das Problem allerdings sind nicht so sehr die Kosten für die Ausstattung mit Computern oder Laptops, sondern die Kosten und der mangelnde politische Wille für die dazu notwendige LehrerInnenausbildung. Wie Beispiele in anderen Ländern zeigen, mangelt es selbst dort, wo die technische Ausstattung hervorragend ist, wie in der Schweiz oder in Silicon Valley, an dem nötigen Know How bei LehrerInnen, die Geräte auch wirklich sinnvoll im Unterricht einzusetzen. Möglichkeiten und Beispiele für spannenden, relevanten und schülerzentrierten Unterricht gäbe es genug, aber wer kümmert sich darum, dass dieses Wissen auch die Lehrerinnen erreicht?

Mai 26, 2008

Shocking! Riesenrad soll britisch werden!

Gespeichert unter: Filmvermittlung, Kurioses, Österreich — Sigrid @ 10:34
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Diese Nachricht brachte mich zum Lachen, insbesondere als jemand der sein Herz auf der grünen Insel verloren hat. Dass ein Großteil unserer Medien und unsere wichtigsten Banken nicht mehr in österreichischer Hand sind, finde ich viel bedenklicher. Die Briten wissen sicherlich gut, wie sie das Riesenrad als Pächter zu betreiben und vermarkten haben. Sie haben zur vergangenen Jahrtausendwende ca. hundert Jahre nach der Errichtung des Wiener Riesenrades diese Idee sehr erfolgreich mit dem London Eye am Themseufer abgekupfert bzw. innovativ weiterentwickelt und man kann mit Fug und Recht sagen, dass auch London jetzt ein Riesenrad als Wahrzeichen hat. Es gibt hier auch noch eine weitere Verbindung zwischen Wien und London. Der Filmklassiker „Der dritte Mann“ (von Carol Reed mit Orson Welles), der in Wien und unter anderem auch auf dem Riesenrad spielt, gilt als einer der wichtigsten britischen Filme der Nachkriegszeit. „Der dritte Mann“ der am Schauplatz Wien spielt, wurde nach einer Umfrage des British Film Institute 1999 sogar zum besten britischen Film aller Zeiten gewählt! Das Wiener Riesenrad wurde durch einen britischen Film einem internationalen Publikum zum Begriff.

mehr dazu:

Der dritte Mann
Location Shots
Screenonline

Februar 23, 2008

Minilaptops in der Schule

Gespeichert unter: Media Education & Media Literacy, Medienpädagogik, Österreich — Sigrid @ 3:12

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Am 26. Februar findet im Museumsquartier in Wien ein q/talkzum Thema „Demokratisierung von Lerninhalten durch Open Content“ statt, wobei es hier vor allem um das OLPC (One Laptop per Child) Projekt, welche nach Angaben von OLPC Austria auch in Österreich in einem Pilotprojekt mit 4 Schulkassen getestet werden sollen. Allerdings sollte die Entwicklung und der Einsatz von Open Content nicht unbedingt an eine einzige Plattform gebunden sein.

Bedarf an Billiglaptops auch für den Einsatz an Schulen gibt es genug, das haben auch andere Computerhersteller schon kapiert, was auch das grosse Interesse an dem Linux-basierenden Asus Eee zeigt (ist der bei uns in Österreich schon auf dem Markt ?), welcher anscheinend für 299 Euro verkauft wird. In den UK wird er als Asus Minibook bereits von 1600 SchülerInnen in einem Pilotversuch getestet. Die Rezensionen, die ich gelesen habe, sind alle durchwegs positiv, vor allem auch bezüglich des Preis/Leistungsverhältnisses. Mehr z.B. im Spiegel und Guardian. Nur über den sinnvollen didaktischen Einsatz von solchen Dingern habe ich noch keine Information gefunden. Ich hoffe, dazu lassen sich die Leute auch was Gscheites einfallen …

November 17, 2007

Medienkunstschule

Günther Mik ist Volksschullehrer und leitet das Projekt Medienkunstschule im MUMOK. Einmal pro Woche produziert er mit einer Gruppe von 6-11 Jährigen „Medienkunst“ – Reaktionen auf laufende Ausstellungen oder Neuinterpretationen von Videos bekannte Videokünstler, und dabei entstehen poetische und manchmal geheimnisvolle Videos, die man auf www.youtube.com/medienkunstschule anschauen kann. Die Kinder erforschen spielerisch und suchend Raum, Körper und Bewegung und machen dabei erste Erfahrungen im kreativen Schaffensprozess in der Arbeit mit Video.

November 14, 2007

PISA Studie 2007

Gespeichert unter: Politik, Universität & Forschung, Österreich — Sigrid @ 12:28


Pisa von vivneal

Am 4. Dezember wird die neueste PISA Studie veröffentlicht, was wohl wieder in den Medien breit debattiert werden wird. Stefan T. Hopmann und seine Forschungseinheit an der Uni Wien hat Kolleginnen und Kollegen aus mehreren Ländern gebeten haben, PISA aus ihrer Sicht vor allem methodologisch zu bewerten. Herausgekommen ist dabei das Buch: PISA zufolge PISA / PISA According to PISA (LIT Verlag 2007), das diese Woche erscheinen wird. Die Autoren hoffen mit ihrem Beitrag „der gerade in Österreich doch sehr heftigen PISA-Hysterie etwas entgegen wirken zu können.“ Wer also an einer differenzieren Sichtweise interessiert ist, sollte sich dieses Buch zulegen.

Oktober 16, 2007

Zweisprachige Ortstafeln

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In Joachim Riedels aktuellem Beitrag in der Zeit über eine neue, vom Unterrichtsministerium in Auftrag gegebene Studie zum kulturellen Verhalten der ÖsterreicherInnen, steht über Kärnten: „In keinem Bundesland besitzen mehr Bewohner keinerlei Fremdspachenkenntnisse (52 Prozent; im Vergleich dazu die beiden Spitzenreiter Wien mit 17 Prozent und Vorarberg mit 20 Prozent) und nirgendwo wird weniger gelesen. In diesem Kontext scheinen zweisprachige Ortstafeln kein schlechter pädagogischer Ansatz zu sein.“ Riedl merkt auch an, dass die Studie in ihrem Fragenkatalog eher traditionellen Vorstellungen von kulturellem Verhalten verhaftet blieb; die steigende Tendenz zu aktiver Partizipation wäre noch sichtbarer geworden, wenn stärker neue Kulturtechniken berücksichtigt worden wären. „Ganz am Rande berührt werden etwa nur die vielen Aspekte der schillernden Netzkultur und der digitalen Kommunikation, die offensichtlich von Kulturforschern noch nicht ganz ernst genommen wird.“

Mein Beitrag und pädagogischer Hinweis dazu gilt der fleissigen Nutzung des gratis online Ortstafelgenerators. So schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: man lernt slovenisch und partizipiert an Netzkultur.

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