MedienABC

Mai 26, 2007

Schmutz und Schund

Gespeichert unter: Bewahrpädagogik, Populärkultur, retro — Sigrid @ 1:17

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Eine Website, die im Zuge eines Studienprojektes des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen enstand, beschäftigt sich mit der Geschichte und Gegenwart des Kampfes gegen „Schmutz und Schund“, in der Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit und mit zeitgemässen Auseinandersetzungen wie z.B. um „Big Brother“.

„Gängiger als Schmutz und Schund sind wohl heute in der Alltagssprache Bezeichnungen wie Schrott, Käse, Mist, Müll. Den meisten Menschen werden auf der Stelle Produkte der Unterhaltungsindustrie einfallen, die sie dieser Rubrik zuordnen: Comics, Liebesschnulzen, Westerngroschenromane, Fernseh-Seifenopern … .“

„Der Streit um Schmutz und Schund hat eine mehr als hundertjährige Tradition. Diese Auseinandersetzung findet auch heute noch statt und stand im Mittelpunkt des Projektes. Nicht einzelne Produkte oder Genres der Populärkultur als solche interessierten – das Verbindende der Beiträge ist die Frage nach der Etikettierung, dem Stempel, der den umstrittenen Angeboten aufgedruckt wird.“

„Der EKW-Tradition folgend, lag uns die Perspektive der NutzerInnen besonders am Herzen und wir sahen uns eher auf der Seite der SchundkonsumentInnen. Deshalb wollten wir Bedeutung und Funktion des Streites verstehen. Uns interessierte der alltägliche Umgang mit dem negativ Besetzten, dem angeblichen Schund.“

Es gibt dazu auch eine Publikation mit ausführlichem Literaturverzeichnismit und Bild- und Tonmaterial auf einer beiliegenden CD-ROM zum Bestellen. Kaspar Maase (Hrsg) (2001) „Prädikat wertlos : der lange Streit um Schmutz und Schund / Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen.“

Über den österreichischen Kampf gegen Schmutz und Schund arbeitet Edith Blaschitz.

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Mai 25, 2007

Kodak Instamatic

Gespeichert unter: In eigener Sache, retro — Sigrid @ 7:50

Nach Sichtung dieses flotten Kodak-Werbefilmes aus den Sechziger/frühen Siebziger Jahren des letzten Jh. kann ich mich nicht zurückhalten, und muss ein weiteres Teilchen meiner Medienbiographie hier anbringen.

Meine erste Kamera war die Kodac Instamatic 33, die mich durch Kinder- und Jugendzeit begleitete. Fotoausarbeitungen musste ich allerdings von meinem Taschengeld bezahlen, und da das teuer war, lernte ich rasch, genau hinzuschauen und meine Bilder bewusst zu komponieren. Die Flashcubes (siehe Video) waren mir meistens auch zu teuer, also lernte ich Tageslicht zu nutzen. Mit den Digitalkameras heute hat man diese Probleme natürlich nicht, und neidvoll schaue ich zu, wie die Leute einfach drauflosklicken. Denn eine Digitalkamera habe ich mir bis heute nicht gegönnt. Ein bisschen altmodisch darf man ja wohl sein. Obwohl, allerdings hat ja mein Handy auch eine eingebaute Kamera. Nur wie krieg ich die Bilder in den Computer rein?

Ich habe zwar schon Videos in Final Cut Pro geschnitten, ab bei der Handytechnologie setzts dann plötzlich bei mir aus. Na, man muss ja nicht alles wissen. Ich warte darauf, bis ich ein Handyprojekt in einer Schule mache. Dann wird mir sicher eines der Kids zeigen, wie es geht.

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Mai 18, 2007

Proto-Multimedia

Gespeichert unter: retro — Sigrid @ 9:25

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Die Show’n Tell Picturesound Machine, die mit Schallplatten und einem Filmstreifen gefüttert wurde. Mehr darüber hier auf lileks.com

März 10, 2007

Medienbiographie

brionvega retro radio

Eine wichtige Methode in der Praxis der Medienpädagogik ist die Reflexion über die eigene Medienbiographie. Die Musik, Bildern, Bücher, Comix, Filmen und Fernsehsendungen, die man als Kind und Jugendlicher rezipiert hat, sei es ob mit Unterstützung der Eltern und Lehrer, oder gegen deren Willen, haben die eigene Entwicklung, Identität, Beziehung in der Familie und Freundschaften, die eigene Sozialisation mitgeprägt. Perönliche Medien-Vorlieben und Abneigungen sind durch Herkunft, Klasse, Erziehung, Nationalität, Geschlecht usw. geprägt und müssen auch so verstanden werden, wenn man sich vorurteilsfrei und möglichst unvoreingenommen mit der Medienwelt der Kinder und Jugendlichen und deren Erfahrungen auseinandersetzen und SchülerInnen nicht die eigenen Wert- und Geschmacksurteile als die einzig gültigen aufzwingen möchte.

Und was hat das mit dem Bild oben zu tun? Das abgebildete mittlerweile zum Designklassiker avancierte tragbare Transitorradio von Brionvega (Geld hatten meine Eltern nicht viel, aber Geschmack!) ist untrennbar mit meiner eigenen Medienbiographie in der Zeit der frühen siebziger Jahre verknüpft – das und die Ö3-Musicbox, die ich täglich um 3 Uhr Nachmittag auf diesem Radio hörte.

Für die jüngere Generation: Die Musicbox war ein Nischenprogramm, das seit 1967 ausgestrahlt wurde, non-mainstream Musik spielte, als kritisch und aufmüpfig galt, und aus der damaligen Jugendkultur nicht wegzudenken war. Michael Schrott dazu: „Die Musicbox war einfach das Programm, dass das gemacht hat, was die anderen nicht machen. Das heißt, in der „Musicbox“ lief die Musik, die im übrigen Ö3 nicht gelaufen ist, und es liefen die Berichte, die im übrigen Radio nicht zu hören waren. Solche Sendungen gibt es heute nicht mehr.“ Nicht nur Richard Goll betont zu Recht, wie wichtig die „Musicbox“ im konservativen Österreich der späten sechziger und frühen siebziger Jahre für die Sozialisierung der Jugend war.

Januar 24, 2007

Retro TV

Gespeichert unter: retro — sj @ 9:39

retro tv
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Oktober 26, 2005

Boing Boing – A Directory of Wonderful Things

Gespeichert unter: Kurioses, retro — sj @ 12:32

Boing Boing ist eine wilde Ansammlung von witzigen, bizarren, absurden und interessanten Sachen, die man so im Web findet, zusammengetragen durch eine veritable Fangemeinde. Unglaublich, die schiere Fülle an Einträgen. Leicht kann man hier mehrere Stunden verbummeln, besser unterhalten als bei einem durchschnittlichen Fernsehabend wird man allemal. Meine Übersetzung von boing boing ist übrigens plem-plem.

gefunden auf boing boing – retro Bilder von Audiokasetten

Wer mehr erfahren will über die siebziger Jahren, und die Praxis des Aufnehmens von Lieblingsmusik auf MC als Form der Annäherung an das weibliche Geschlecht, dem möchte ich den Roman „High Fidelity“ von Nick Hornby ans Herz legen.
High Fidelity
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Boing Boing, A Directory of Wonderful Things

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