Eine Website, die im Zuge eines Studienprojektes des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen enstand, beschäftigt sich mit der Geschichte und Gegenwart des Kampfes gegen „Schmutz und Schund“, in der Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit und mit zeitgemässen Auseinandersetzungen wie z.B. um „Big Brother“.
„Gängiger als Schmutz und Schund sind wohl heute in der Alltagssprache Bezeichnungen wie Schrott, Käse, Mist, Müll. Den meisten Menschen werden auf der Stelle Produkte der Unterhaltungsindustrie einfallen, die sie dieser Rubrik zuordnen: Comics, Liebesschnulzen, Westerngroschenromane, Fernseh-Seifenopern … .“
„Der Streit um Schmutz und Schund hat eine mehr als hundertjährige Tradition. Diese Auseinandersetzung findet auch heute noch statt und stand im Mittelpunkt des Projektes. Nicht einzelne Produkte oder Genres der Populärkultur als solche interessierten – das Verbindende der Beiträge ist die Frage nach der Etikettierung, dem Stempel, der den umstrittenen Angeboten aufgedruckt wird.“
„Der EKW-Tradition folgend, lag uns die Perspektive der NutzerInnen besonders am Herzen und wir sahen uns eher auf der Seite der SchundkonsumentInnen. Deshalb wollten wir Bedeutung und Funktion des Streites verstehen. Uns interessierte der alltägliche Umgang mit dem negativ Besetzten, dem angeblichen Schund.“
Es gibt dazu auch eine Publikation mit ausführlichem Literaturverzeichnismit und Bild- und Tonmaterial auf einer beiliegenden CD-ROM zum Bestellen. Kaspar Maase (Hrsg) (2001) „Prädikat wertlos : der lange Streit um Schmutz und Schund / Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen.“
Über den österreichischen Kampf gegen Schmutz und Schund arbeitet Edith Blaschitz.









