MedienABC

August 16, 2007

Future and Reality of Gaming. Computerspiele in Forschung und Praxis

Vom 21. bis 23. September 2007 veranstaltet die BuPP im Wiener Rathaus eine Fachtagung im Rahmen von „GAME-CITY – Computerspiel findet Stadt.“

Aus der Pressemitteilung:
Die dreitägige Fachtagung in hochkarätiger Besetzung aus dem deutschen Sprachraum richtet sich an pädagogisch und spieltheoretisch interessierte ExpertInnen, SozialarbeiterInnen und BesucherInnen der Veranstaltung „GAME-CITY – Computerspiel findet Stadt“ im Wiener Rathaus.

So viel ich weiss, sind die Tracks am Samstag und Sonntag offen zugänglich – mein Betrag über Medienbildung am Sonntag, den 23.9. um 11h richtet sich insbesondere auch an Eltern und LehrerInnen.
Hier das Programm: Fachtagung Computerspiele in Forschung und Praxis der BuPP

April 14, 2006

Be Aware of the Media – Medienpädagogik in Österreich

Gespeichert unter: In eigener Sache, Medienpädagogik, Tagung — sj @ 11:00

Mein Beitrag zur Tagung Beware of the Media am 21.4.2006:
„Medienpädagogik in Österreich aus internationaler Perspektive – Maßnahmen für die Zukunft“

Abstract: Dass Österreich in Sachen Medienpädagogik Entwicklungsland ist, ist den wenigen „Einzelkämpfern“ in diesem Gebiet wohl bekannt. Aus dem internationalen Vergleich lassen sich die augenfälligsten Mängel leicht benennen: Mangel an ausreichender universitärer Forschung, vor allem der empirischen Forschung und Evaluierung von Erziehungs- und Unterrichtspraxis, die fehlende systematische Lehrerausbildung, die fehlende systematische Integration zeitgemäßer medienerzieherischer Ansätze in die Unterrichtsarbeit, das Fehlen von Film- und Medienkunde als Unterrichtsgegenstand, Fehlen messbarer Lehrziele, fehlende Integration und Vernetzung von (durchaus beispielhafter) außerschulischer Jugendarbeit mit Medienerziehung in der Schule, das Fehlen von „grass roots“ Bewegungen unter den Lehrenden und Eltern, fehlende Vernetzung von Personen und Organisationen mit medienpädagogischen Interessen zum Zweck des politischen Lobbying.

Im Vergleich mit den in anderen Ländern bereits beschrittenen Wegen und Irrwegen lassen sich einige nützliche Schlüsse für die Situation in Österreich ziehen. Hierbei sind die unterschiedlichen medienpädagogischen Modelle und Projekte auch aus dem Kontext nationaler historischer Entwicklungen und Denktraditionen zu verstehen, seien es die Frankfurter Schule in Deutschland, die Cultural Studies in Großbritannien oder der französische Strukturalismus. Während zwar die meisten Definitionen und Absichtserklärungen zur Medienpädagogik sowohl kritisch-analytischen als auch kreativ-praktischen Umgang mit Medien fordern, haben verschiedene Länder in der Praxis durchaus unterschiedliche Ansätze entwickelt und umgesetzt. Die aus dem Umkreis der Cultural Studies über viele Jahrzehnte lang entwickelten Key Concepts haben sich in den angelsächsischen Ländern als Grundprinzipien in der Unterrichtspraxis breit etabliert und beeinflussen auch die Entwicklung medienpädagogischer Curricula anderer Länder. Im Gegensatz dazu werden in den deutschsprachigen Ländern bislang überwiegend handlungsorientierte Unterrichtskonzepte entwickelt und durchgesetzt. Das Ziel des Vortrages soll es sein, in groben Zügen einige Entwicklungen und Modelle der medienpädagogischen Forschung und Praxis aufzuzeigen, unter besonderer Berücksichtigung der Situation in Großbritannien, Deutschland und Ungarn, um daraus einige konkrete Vorschläge für praktische Maßnahmen zu entwerfen, die sich auch in Österreich umsetzen lassen können.
Be Aware of the Media

Tagung – Be Aware of the Media

Gespeichert unter: Medienpädagogik, Tagung — sj @ 10:53

Be Aware of the Media
Tagung Salzburg: 21./22.4.2006, Krems: 3./4.11.2006

Die Tagung „Be aware of the Media“, veranstaltet vom Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien in Kooperation mit der Aktion Film Salzburg, versammelt österreichische ExpertInnen aus Wissenschaft und praktischer Medienarbeit, um sich dem Thema der Einbindung von Medien in Gesellschaft und Bildung sowohl aus historischer als auch aktueller Sicht anzunähern. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen, werden einerseits medienerzieherische Positionen der letzten Jahrzehnte reflektiert, aktuelle Forschungsansätze und Anwendungsgebiete aufgezeigt und spannende Medienprojekte präsentiert.

Dezember 2, 2005

Kinder & Digitale Medien

Gespeichert unter: Medienpädagogik, Tagung — sj @ 2:22
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Am 24. und 25. 11. 2005 fand der INTERNATIONALE MEDIENKONGRESS ZUM THEMA KINDER UND MEDIEN in Wien statt. Es trafen sich hier zum ersten Mal Vertreter der Medienindustrie, insbesondere des Fernsehens und der Telekommunikation mit in- und ausländischen Interessensvertretern der unterschiedlichsten Organisationen, welche sich mit Fragen des Jugendschutzes, der Medienerziehung und der Medien- und Jugendforschung beschäftigen. Ziel des Kongresses war es, Rahmenbedingungen für eine produktive Auseinandersetzung zu diskutieren.

Beiträge aus dem benachbarten Deutschland zeigten, wie hier bereits seit vielen Jahren Jugendmedienschutz und Medienerziehung auf vielfältige Weise gefördert wird. Dem Jugendmedienschutz wird in Deutschland ein sehr hoher Stellenwert beigemessen und folgt dem Prinzip der „regulierten Selbstregulierung“, wobei die unabhängige Kommission für Jugendmedienschutz Beschwerden prüft, und letztlich die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben auch rechtlich einfordern kann.

Die Landesmedienanstalten, die durch einen Teil der Rundfunkgebühren finanziert werden, verstehen die Förderung der Medienkompetenz als einen Beitrag zum präventiven Jugendschutz. Sie bieten nicht nur bieten Information und Beratung sondern fördern aktiv Forschung zu Medienkompetenzthemen, unterstützen Bürgermedien wie zum Beispiel einen offenen TV-Kinderkanal wie auch Produktionsfirmen, die Kindermedien entwickeln. Zahlreiche Fakultäten bundesdeutscher Universitäten und Hochschulen beschäftigen sich mit der Erforschung von Jugend und Medien und bieten Aus- und Fortbildung für Pädagogen an. Die Politik stellt direkt und indirekt die nötigen finanziellen Mittel bereit, um umfassende Initiativen und „Medienoffensiven“ zur Medienbildung und Entwicklung von Medienkompetenz zu ermöglichen.

Ein Beispiel aus den Niederlanden zeigt, dass Zusammenarbeit von Industrie und Staat durchaus zu positiven Ergebnissen führen kann. Hier wurde mit großem Erfolg ein einheitliches Klassifizierungssystem für Film, Fernsehen, Video, DVD und Videospiele eingeführt, dass sowohl empfohlene Altersangaben als auch Piktogramme enthält, die über Inhalte informieren (physische Gewalt, engsterzeugende Bilder, sexuelle Bilder, Drogen& Alkohol, Sprache und Diskriminierung), und damit allen Medienkonsumenten, vor allem aber Erziehungsberechtigten eine wertvolle Entscheidungshilfe bietet.

Die Tagung zeigte, dass Verantwortung zur Erziehung für einen bewussten und kritischen, zugleich auch durchaus lustvollen und spielerischen Umgang mit Medien weder bei den Familien, den Schulen, den Jugendeinrichtungen, noch bei der Medienindustrie allein liegen kann, sondern von allen gemeinsam wahrgenommen werden muss, wobei die Politik hier eine wichtige Rolle zu spielen hat, um notwendigen die Rechtsgrundlagen zu schaffen, damit die Interessen aller Gruppierungen, vor allem aber der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt werden.

Der Kongress schloss mit der dringenden Aufforderung an die Politik, erstens die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit einerseits kindgerechte Medienproduktion von der Medienindustrie eingefordert werden kann, zweitens die nötigen Mittel bereitzustellen, um Lehrerausbildung und Fortbildung, qualitative Forschung zur Medienpädagogik und breit angelegte Initiativen zur Förderung von Medienbildung und Medienkompetenz zu ermöglichen.

Oktober 29, 2005

Kinder und Digitale Medien – Tagung in Wien

Gespeichert unter: Medienpädagogik, Tagung — sj @ 11:34

INTERNATIONALER MEDIENKONGRESS ZUM THEMA KINDER UND MEDIEN
AUFWACHSEN IN EINER DIGITALEN MEDIENWELT

Aus der Ankündigung: „Die Medienentwicklung schreitet zügig voran. Sie bietet zunehmende Chancen, bringt aber auch wachsende Probleme mit sich. Die Politik ist gefordert, neue Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die digitalisierte Medienwelt möglichst ohne Probleme in unseren Alltag integriert werden kann. Die Entwicklung soll nicht auf Kosten von jungen oder unerfahrenen Nutzern gehen. Da eine durchgehende Kontrolle der Informationslandschaft unmöglich ist, müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit Medien nicht uneingeschränkt produzieren und sozial verträglich bleiben. Wir alle müssen neue Kompetenzen erwerben um Angebote der digitalen Welt kompetent für die eigene Meinungsbildung und Meinungsäußerung nutzen und an unsere Kinder weitergeben zu können.

Das Ziel des Medienkongresses und der Auseinandersetzung mit dieser umfassenden Thematik des Aufwachsens in einer digitalen Medienwelt ist es, Rahmenbedingungen für ein positives Klima, für eine wettbewerbsfähige Medienindustrie zu diskutieren und Verantwortungsbewusstsein auf allen Ebenen zu wecken.“


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