MedienABC

November 15, 2007

Handyvideos

Christian Berger berichtet auf mediaXpuzzle von dem ersten österreichischen Wettbewerb für Handyvideos, der auf der Plattform Handywissen.at ausgeschrieben wurde. Der Wettbewerb richtet sich auch dezidiert and Schulen und Schulklassen.

Auch Schulklassen und Jugendeinrichtungen können am Filmpreis-Wettbewerb teilnehmen. Dafür braucht man keine speziellen Qualifikationen, denn gefragt ist die Kreativität der Teilnehmer, nicht die technische Perfektion. Einzige wirkliche Voraussetzung ist, dass ausschließlich mit dem Handy gefilmt wird, die Nachbearbeitung am Computer ist erlaubt.

Berger schreibt: Endlich wird das Thema aktiv angegangen und dann auch gleich auf eine sympathische interaktive Weise. … Mit dem Handyfilmpreis wird das aktive Nutzen des Mediums auch pädagogisch akzeptiert (im wirklichen Leben ists ja ohnehin schon Alltag) und gleichzeitig die Chance ergriffen refektierte Nutzung anzuregen.

Ich kann seinem Kommentar nur beipflichten. Ich verstehe allerdings nicht, warum in Österreich medienpädagogische Inititativen fast immer nur über Wettbewerbe laufen, so als ob der kreative Umgang mit Medien nicht schon alleine genug Möglichkeiten zu lustvollem Lernen böte. Vielleicht geht es darum, über den Umweg der Wettbewerbe weniger die Kinder als die LehrerInnen zum Mitmachen zu motivieren. Falls da Direktorinnen, wie Berger es andeutet, wirklich etwas dagegen haben sollten, ist das nur ein erschreckendes Zeichen dafür, wie sehr die Lebenswelt der Kinder und die Welt der Schule immer mehr auseinanderdriften.

Die britische Erziehungswissenschaftlerin Jackie Marsh hat in ihrer umfangreichen Studie „Digital Beginnings“ über Kinder von 0-6 gezeigt, dass zwar nur wenige Vorschulkinder Handy schon alleine nutzen, aber dass die Benutzung des Handy mit der Hilfe von anderen zu den normalen kommunikativen Praktiken in Familien gehört, inklusive Telefonieren, Schicken von Bildern oder SMSen. Kinder lernen den Gebrauch von Mobiltelefonen unter Beihilfe von Älteren von klein auf und entwickeln so allmählich ein Verständnis für deren Funktion und Nutzen im sozialen Kontext. Handynutzung ist verankert in der Alltagspraxis von Familien und somit ein fester Bestandteil des medialen Habitus von Kindern heute.

Die Benutzung von Handys gehört zu den digitalen Praktiken, die in einem erweiterten Verständnis von Lese/Schreibfähigkeit als digital literacies heute zu dem, was Alphabetisierung ist, dazugehören. Letzlich ist die Benutzung des Handys genauso wie die Fähigkeit, mit Tafel und Kreide, Bleistift oder Füllfeder zu schreiben, nichts anderes als die Fähigkeit, diese Technologie sinnvoll anwenden zu können.

November 8, 2007

Media Literacy Award [mla] 07

mla.jpg

Die Präsentation und Preisverleihung findet vom 7.-9. November im
Museumsquartier/ Dschungel statt. Ich war am Eröffnungsabend, an dem Elisabeth Scharang einen Vortrag hielt über das Problem von Privatheit und Öffentlichkeit in der Medienarbeit und die Verantwortung, die letzlich auch junge Medienmacher tragen, bei der Auswahl und Zusammenstellung des Materials, welches sie der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sie bezog sich hier insbesondere auf ihre eigenen Erfahrungen mit Radio und dokumentarischem Filmen.
Ich fand das wirklich spannend, vor allem, weil Bewusstsein über diese ethische Dimension des Medienschaffens unter Kindern und Jugendlichen heute enorm wichtig ist, da die Verbreitung von Inhalten an ein breites Publikum online heute so leicht ist – man denke an all die Handyvideos, die auf YouTube zu sehen sind.

September 15, 2007

Ein Laptop für jedes Volksschulkind


another olpc photo ursprünglich hochgeladen von tristyn

Die „One Laptop Per Child“-Initiative soll demnach auch an Österreichs Schulen mit rund 100 Kinder in vier Volksschulklassen ausprobiert werden. Das erklärte Aaron Kaplan von OLPC Austria dem Standard heute. Man wolle „Neue Arten des Lernens finden“.OLPC Austria veranstaltet auch einen weltweiten Wettbewerb zur Erstellung von Lernsoftware, die – so wie ich das verstehe – als Open-Source Software allen OLPC zu Verfügung stehen soll.

Vorrangig sei jetzt die Suche nach Schulklassen, die sich an dem Pilotprojekt beteiligen wollen, idealerweise mit Lehrern, „die eine Brücke zwischen der Informatik und dem pädagogischen Konzept schlagen können“ (Kaplan). (Helumt Spudich, Der Standard, Printausgabe 15.9 .2007)

Das könnte durchaus interessante Ergebnisse bringen. Die wirkliche Frage ist allerdings, welche Art von pädagogischem Konzept hinter so einer Aktion steht, denn nicht die Technologie sondern die Pädagogik und die Inhalte bestimmen das Ergebnis.

Man fragt sich – sollen die Laptops eingesetzt werden, um alte Lehr/Lerninhalte in neue Schläuche zu verpacken? Theoretisch gäbe es hier die Möglichkeit, hier weit darüber hinaus zu gehen und die enge Vorstellung von Alphabetisierung als Lese/Schreibfähigkeit auf multimodale Literalität zu erweitern – also auf die Fähigkeit auch multimodale und multimodale Texte produzieren und kritisch-analytisch rezipieren zu können. Gerade im Volksschulalter, in dem die Fähigkeit der Kinder sich multimodal auszudrücken – sei es durch Sprechen, Singen, Darstellen, Bewegung, Rollenspiel, Zeichnen, Malen usw. – noch nicht verloren gegangen, bzw. unterdrückt worden ist, würden sich hier viele Möglichkeiten für kreativen Unterricht bieten, ohne dass das Lesen/Schreiben dabei zu kurz kommen muss.

Zum Thema Laptopklassen gibt es auch einen Beitrag im aktuellen im merz vom August 2007. Jürgen Bofinger beschreibt in seinem Beitrag „Laptops im Unterricht – unnützes Zeug?“ das Resultat seiner Studie Digitale Medien im Fachunterricht: „Ein Unterricht, in dem die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Mädchen und Jungen im Vordergrund steht, profitiert in besonderer Weise von Schülerlaptops – aber eben in dieser Reihenfolge.“ Ein offener, schülerzentrierter Unterricht brachte im Gegensatz zu einem eher lehrerzentrierten Unterricht nach Aussage der befragten Lehrkräfte den höchsten Mehrwert für die SchülerInnen.

April 25, 2007

Unter den ersten 10 bei Netdays

Gespeichert unter: In eigener Sache, Video, Wettbewerbe — sj @ 6:31

Wie schon im Vorjahr betreute ich heuer ein Videoprojekt einer Gruppe von Schüler/innen des BG/BRG Schwechat, welches dann bei dem Medienwettbewerb Netdays Austria eingereicht wurde. Letztes Jahr schaffte es die Gruppe mit „Keine Ahnung“ unter die ersten fünf, heuer produzierte eine andere Gruppe „SMS Schule mit Störung“ und wurde wieder unter die ersten zehn Teilnehmer gereiht. Dazu ist zu sagen, dass die Teilnehmergruppe aus Anfängern bestand, und die Kids zu den jüngsten Teilnehmern des Wettbewerbs gehörten.

Auch wenn bei solchen Videoprojekten an Schulen der Prozess weitaus wichtiger ist als das Resultat, freut es natürlich, wenn die Videos beim Publikum gut ankommen und die Schülerinnen für ihren auch über den normalen Unterricht hinausgehenden Einsatz belohnt werden. Die Schülerinnen werden zur Siegerehrung nach Salzburg eingeladen. Gratuliere!

März 3, 2007

Ohne Kohle – Wiener Independent VideoFilmfestival

Gespeichert unter: Video, Wettbewerbe — sj @ 1:40

„Produzieren statt Konsumieren”

4th international independent VideoFilmfestival Vienna, 19. bis 21. Juli 2007

Bis 31. März könnt Ihr uns Eure selbst gedrehten Filme zusenden. Natürlich gibt es keine Einreichgebühr.

Folgende Kategorien stehen Euch zur Verfügung:
1) Kurzfilm (max 15min)
2) Experimentalfilm (video-/filmkunst)
3) Animation
4) Longplayer (15min plus)
5) Dokumentarfilm

weitere Infos unter:
Ohne Kohle

März 1, 2007

Media Literacy Award

Der Medienwettbewerb des Bildungsministeriums für SchülerInnen aller Schulstufen findet heuer zum sechsten Mal statt. Alle LehrerInnen und SchülerInnen Österreichs sind eingeladen, während des Unterrichts produzierte Medienprojekte einzusenden.

Zum MEDIA LITERACY AWARD [mla] 2007 können eingereicht werden:
VIDEO / RADIO / PRINTMEDIEN / NEUE MEDIEN & MULTIMEDIA
z.B. Web 2.0 Anwendungen, Social Software, Audio/Video Podcasts, Wikis, Weblogs, etc.

Die Einreichungen unter diesen Kategorien können, wie jedes Jahr, alle Formen von kreativen und/oder kritischen Medienprojekten umfassen. Internetseiten, Weblogs, Podcasts und alle Formen von Medien-Experimenten sind genauso willkommen wie alle Genres von Video- oder Audioarbeiten. Eine Fachjury wird die eingereichten Beiträge bewerten und die besten prämiieren.

Einsendeschluss der fertigen Projekte: 15. Juli 2007
Anmeldeschluss für Projektunterstützung: 31. März 2007
Preisverleihung: November 2007

Online-Anmeldung und ausführliche Infos:
www.mediamanual.at/mla

Postadresse:
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Medienabteilung
Kennwort: [mla]
Minoritenplatz 5
1014 Wien

Februar 28, 2007

Schülerwettbewerb oder PR Aktion

KulturKontaktAustria präsentiert einen Schul- und Jugendwettbewerbe, den Nestlé Schöller Eiswettbewerb.

Beim Nestlé Schöller Eisdessert-Wettbewerb haben SchülerInnen von berufsbildenden Schulen mit Kochunterricht und Kochlehrlinge in ganz Österreich bis 30. April 2007 die Möglichkeit, ausgefallene Eisdesserts zu kreieren und ihre Rezeptideen mit Fotos einzusenden. Aus den Einsendungen werden 5 FinalistInnen ausgewählt, die im Rahmen einer Schlussveranstaltung in Wien im August 2007 ihre Eiskreationen einer prominenten Jury vorstellen. Aus den 5 FinalistInnen wird die/der SiegerIn ermittelt.

Auch wenn es eine „tolle Reise nach Mallorca (im Gesamtwert von EUR 700.–)“ und noch mehr Geldpreise zu gewinnen gibt, ist das nicht offensichtlich eine billige PR Aktion von Schöller, um an die Marktgruppe und das jugendliche Zielpublikum direkt und auch via Medien heranzukommen? Warum wird das von KulturKontakt unterstützt ? Bekommt KulturKontakt dafür auch finanzielle Unterstützung von Schöller für andere kultur/pädagogische Intitativen? Das wäre dann durchaus ein fairer partnerschaftlicher Sponsoring-Abkommen, aber das ist der online Info nicht zu entnehmen. Gälte es nicht im Sinne der Medienpädagogik in der Projektarbeit die Intentionen solcher PR Initiativen gerade mit SchülerInnen und Lehrlingen zu hinterfragen und thematisieren ?

Ich hoffe KulturKontakt nimmt mir diese Fragen nicht übel, denn andererseits bin ich sehr dankbar dafür, dass diese Organisation immer wieder allseits beliebte Videoprojekte an Schulen finanziert, die ich leite. :-)

Februar 18, 2007

Open Source Kino

straycinema

Straycinema ist ein Projekt, welches sich ganz leicht auch in ein Schulprojekt, oder ganz einfach in den IKT Unterricht einbauen lassen könnte. Staycinema stellt rohes Videomaterial frei zum Download zur Verfügung, aus dem jeder, durchaus auch gemischt mit selbst gedrehten Einstellungen, seinen eigenen Kurzfilm schneiden kann. Die so produzierten Filme kann man dann via YouTube hochladen, die Beiträge werden von der online community beurteilt, und die besten fünf werden schlussendlich in einer richtigen Kinopremiere in London vorgeführt.

Aus bereits vorgefertigtem Rohmaterial einen Film zu schneiden, ist eine didaktisch wertvolle Methode der Medienbildung, ist es doch faszinierend zu sehen, wie sich aus dem gleichen Ausgangsmaterial sehr verschiedene und auch durchaus gegensätzliche Texte konstruieren lassen, und zu erleben, wie die Bedeutung eines Filmtextes erst durch den Schnitt entsteht. Während bei vielen Schulprojekten gleich enorme Ansprüche an das Endprodukt gestellt werden, oft, damit die Klasse mit einem eigenen Video an einem Medienwettbewerb teilnehmen kann, liegt beim Schneiden von vorgefertigtem Material der Schwerpunkt auf dem Prozess der Entstehung, und damit auf dem Lernprozess, der die Reflexion über Themen der Filmsprache, Genre und Publikum mit einschliesst. Das Schöne an Straycinema ist, man kann beides verbinden und auch an einem Wettbewerb teilnehmen.

Mai 10, 2006

„Keine Ahnung“ Video – Preisträger!

Gespeichert unter: In eigener Sache, Schulprojekt, Wettbewerbe — sj @ 10:49

Im Laufe des letzten Jahres arbeitete ich mit einer Gruppe von SchülerInnen des BG/BRG Schwechat an einem Videoprojekt zum Thema Expedition:Zukunft. Aus vielen Gesprächen und Workshops entstand eine Kurzdoku mit witzigen und auch widersprüchlichen Aussagen zum Thema.

Das Videoprojekt „Keine Ahnung“ wurde für den Netd@ys Austria „young creativity award“ eingereicht und von der Experten-Jury am 26. April neben 9 anderen Projekten als mögliches Siegerprojekt nominiert!

Die Jury beschäftigte sich intensiv mit dem Projekt beschäftigt und folgende Bemerkungen gemacht: „Ungeschminkte Ehrlichkeit mit jugendlichen filmischen Mitteln umgesetzt. Indem nichts gesagt wird, wird alles gesagt. Eine gute jugendliche Aufbereitung des Themas.“

Preisverleihung ist am 2. Juni in Salzburg

April 14, 2006

YOUKI 8

Gespeichert unter: Schulprojekt, Video, Wettbewerbe — sj @ 10:42
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YOUKI – Das internationale Jugend Medien Festival sucht ungewöhnliche, provokante, witzige, eigenwillige Filme von Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren.
Gefragt sind eigene Ideen, filmische Visionen, Experimente in Stil, Inhalt und Form.
Alle Themen, Genres und Formate werden akzeptiert.

MOVE YOUR MOVIES
YOUKI 8 / 21. – 25. NOVEMBER 2006

TEILNAHMEBEDINGUNGEN
* Wettbewerb: Alter 10 – 20 / Filmlänge max. 15 Min.
* EUROPEAN YOUKI AWARD: Alter 10 -20 / Filmlänge
max. 5 Min. / Thema CONTACT
* Sonderprogramm: Alter bis 26 / auch über 15 Min.

NEU: EINREICHSCHLUSS VORVERLEGT !
EINREICHEN BIS 24. JULI 2006

NEU: PREISGELDER
im Gesamtwert von € 6.500,-

NEU: EUROPEAN YOUKI AWARD
für Filmbeiträge zum Thema CONTACT
in Kooperation mit vier europäischen Filmfestivals


YOUKI

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